Drei Top-Tenner fix in Kitz!

Mit Jürgen Melzer und Oliver Marach stehen auf alle Fälle zwei Österreicher im Hauptbewerb.

Wie im Vorjahr warten die Generali open in Kitzbühel (22. - 30. Juli) erneut mit einem ausgeglichenen Starterfeld auf. 2005 lag der vorläufige Cut-Off für den Hauptbewerb bei ATP-Rang 114, heuer befindet er sich bei Platz 116. Die ganz großen Namen wie Federer und Nadal werden das mit 646.250 Euro dotierte größte internationale Herrenturnier Österreichs zwar möglicherweise auch 2006 nicht durch ihre Teilnahme beehren, dafür haben aber drei Spieler aus den aktuellen Top Ten ihre Nennung abgegeben: Nikolay Davydenko (ATP 6), Tommy Robredo (ATP 8) und Titelverteidiger Gaston Gaudio (ATP 10). Zum Vergleich: 2005 war zum Zeitpunkt des vorläufigen Nennschlusses mit Davydenko nur ein Top-Tenner verpflichtet worden. "Wir freuen uns, den Besuchern mit Davydenko, Robredo und Gaudio drei hochkarätige Spieler präsentieren zu können. Diese Namen garantieren Tennis auf höchstem Niveau", so Turnierdirektorin Sandra Reichel.

Zweiter Saisontitel in Österreich für "Nic"?
Nikolay Davydenko zählt längst zu den großen Kalibern auf der ATP-Tour. Das bestätigt auch seine Erfolgsliste in der laufenden Saison: Der in Monte Carlo lebende 25-Jährige erreichte das Endspiel von Estoril, stand in Rotterdam und Sydney im Halbfinale. Bei den Australian Open und den French Open sowie in Hamburg und Doha schaffte er es jeweils in die Runde der letzten Acht. Seine imposante Sandbilanz seit Mai: 18 Siege, vier Niederlagen. Für Österreich hat Davydenko eine besondere Vorliebe: Im Vorjahr entschied der derzeit auf Weltranglisten-Position sechs geführte Russe das Turnier in St. Pölten für sich, heuer triumphierte er beim von der niederösterreichischen Landeshauptstadt nach Pörtschach verlegten Event.

Sandplatzasse in starker Verfassung
Im Gegensatz zu Pörtschach und St. Pölten lief es für Davydenko in Kitz bisher nicht nach Wunsch. Bei vier Turnierstarts reichte es kein einziges Mal zu mehr als dem Achtelfinale. 2004 setzte es beispielsweise eine Niederlage gegen Gaston Gaudio, der das Champions Series-Turnier 2005 für sich entschied und seinen Titel heuer verteidigen möchte. Nach dem Halbfinale von Monte Carlo geriet der Argentinier heuer ein wenig außer Form, bei den French Open reichte es dann immerhin wieder fürs Achtelfinale - wo ihm Davydenko das Bein stellte und im Head-to-head auf 2:5 verkürzte. Der dritte Top-Tenner im Bunde, Tommy Robredro, erreichte in Roland Garros wie Gaudio die Runde der letzten 16 und präsentierte sich auf Sand bisher sehr stark: Viertelfinale in Monte Carlo (Aus gegen Gaudio), Finale in Barcelona und der souveräne Turniersieg in Hamburg, dem eine Auftaktniederlage in Rom gegenüber steht.

Wieder nur zwei Österreicher fix dabei?
Mit Jürgen Melzer und Stefan Koubek schafften es im Vorjahr zwei Österreicher ins Achtelfinale. Heuer soll das Abschneiden der Lokalmatadore noch besser werden. Die Voraussetzungen dafür sind allerdings nicht unbedingt gegeben: Auch 2006 stehen mit Melzer und Oliver Marach nur zwei ÖTV-Profis fix im Hauptbewerb. Der mit seiner Form kämpfende Stefan Koubek ist Nummer fünf der Warteliste und könnte bei einigen Absagen noch in den Maindraw rutschen, ohne eine Wildcard zu benötigen. Sollte es sich nicht ausgehen, darf der Kärntner laut einer Presseaussendung mit einer Freikarte rechnen. Als weitere Wildcard-Anwärter gelten Werner Eschauer, Rainer Eitzinger, Alex Peya, Herbert Wiltschnig und Marco Mirnegg.

red.




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