Österreicher-Duell an Melzer

Acht Breaks, ein stets mit sich hadernder Stefan Koubek, ein stark vollierender Jürgen Melzer: Der Hauptbewerb des Hypo Group Tennis International 2006 hat begonnen.

Strahlender Sonnenschein in Pörtschach lockte knapp 1000 Fans in die Werzer Arena zum Österreicher-Duell zwischen Jürgen Melzer und Stefan Koubek. Zweimal waren sich die beiden zuvor bei inoffiziellen Events gegenübergestanden (St. Anton, Houston), beide Male hatte Melzer gewonnen. Auch diesmal behielt der Deutsch-Wagramer die Oberhand: 6:4, 7:5 in 1:39 Stunden.

Acht Breaks, ein Ass zum Abschluss
Nach verhaltenem Beginn mauserte sich das Erstrundenmatch des ATP-Turniers von Pörtschach zwischen Jürgen Melzer und Stefan Koubek zu einer interessanten, ansprechenden Partie. Melzer erwischte den besseren Start, führte mit zwei Breaks 4:1, bei Koubek flog der Schläger erstmals.
Gefühlvolle Volleys brachten den Erfolg.
Ein Rebreak gelang dem Lokalmatador noch, Österreichs Nummer eins brachte dann ein enges Aufschlagspiel (Zweimal über Einstand) zum 6:4 durch. In Satz zwei ein ähnliches Bild, 3:1-Führung für Jürgen, Chancen auf 4:1. Doch Stefan kam zurück, breakte in weiterer Folge auf 4:4 und eröffnete damit das Break-Festival: 5:4, 5:5, 6:5 aus der Sicht von Melzer, der dann mit einem Ass zu Null zum 7:5 ausservierte.

Um 20 Uhr geht’s für Koubek nach Paris, Wimbledon lässt er aus
"Ich hab alles probiert, gekämpft und teilweise gut gespielt, es hat aber nicht gereicht. Leider war ich im zweiten Satz zu deppert um meinen Aufschlag am Ende durchzubringen", meinte Koubek nach seiner Partie. "Mir fehlt das Selbstvertrauen, da fehlen dann auch die Zentimeter bei den Linien. Aber es wäre auch fast ein Wunder gewesen, nachdem ich erst vorgestern wieder begonnen habe einigermaßen gut zu spielen." Der Kärntner nahm aber auch etwas Positives mit: "Das war meine beste Partien seit Zagreb (Finale, Anm. d. Red.). Ich bin jetzt wieder optimistisch, habe heute endlich wieder Tennis gespielt." Um 20 Uhr geht Koubeks Flieger nach Paris – zur Qualifikation. Der Prostejov-Challenger steht danach auf Stefans Plan. Wimbledon will er auslassen, "was mach ich dort?"

"Ich war insgesamt der bessere"
Jürgen Melzer war nach dem Sieg selbstverständlich zufrieden: "Ich war sicher über zwei Sätze gesehen der bessere Spieler, war immer vorn. Wenn ich meine Chancen noch konsequenter genützt hätte, wäre der Sieg noch klarer ausgefallen. Zum Schluss wäre es aber fast noch mal knapp geworden, Stefan hat heute weit besser gespielt als bei unseren beiden anderen Duellen." Melzer trifft nun auf den Lucky Loser Richard Gasquet, der die Nummer drei Dominik Hrbaty verabschieden konnte. Gegen den Franzosen hat Jürgen noch nie gespielt, "es wird sicher eine ganz schwere Partie."

Peter und Peter aus Pörtschach



Die tennisweb.at-Raster vom Hypo Group Tennis International 2006 in Pörtschach:
Herren-Quali
Herren
Herren-Doppel


Der offizielle Spielplan für Dienstag, 23. Mai 2006:

Center Court
13.10 Uhr: Oliver Marach - Vincent Spadea
Nikolay Davydenko - Thomas Zib
Juan Monaco - Dmitry Tursunov

Court 1
13.00 Uhr: Andreas Seppi - Lukas Dlouhy
Nicolas Lapentti - Ruben Ramirez Hidalgo
Lleyton Hewitt/Roger Rasheed - Juan Ignacio Chela/Luis Horna

Court 2
13.00 Uhr: Luis Horna - Wesley Moodie
Gilles Simon - Thorsten Popp
Leonardo Azzaro - Gilles Muller

Court 8
13.00 Uhr: Lucas Arnold/Martin Garcia - Jeff Coetzee/Travis Parrott
Yves Allegro/Jordan Kerr - Mahesh Bhupathi/Julian Knowle
Paul Hanley/Jim Thomas - Petr Pala/David Skoch
Lukas Dlouhy/Pavel Vizner - Alexander Peya/Rogier Wassen

Foto: Gepa


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