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World Team Cup: Österreich schlägt auch Japan
Das von Nationaltrainerin Susanne Graber betreute Team steht in Brasilien schon im Halbfinale.

Die Pflicht wurde von den österreichischen Rollstuhltennis-Assen zum Auftakt des Invacare World Team Cups 2006 in Brasilia erledigt, mit einem 3:0 über die Slowakei wurde der Klassenerhalt fixiert. Die Kür sollte im zweiten Spiel folgen: Die auf vier gesetzten Japaner wurden mit 2:1 besiegt. Österreich steht damit bereits unter den letzten vier Nationen. Die Asiaten mussten allerdings ohne ihre Nummer eins, Satoshi Saida, auskommen.
Peinsith avanciert zum Matchwinner
Den Vergleich mit den Japanern eröffnete diesmal nicht Thomas Mossier, sondern Adi Peinsith. Der Steirer bewältigte den Druck vorlegen zu müssen bestens und behielt gegen die Nummer 26 der Welt Yoshinobu Fujimoto mit 6:2, 6:4 die Oberhand. Womit nicht unbedingt zu rechnen war: Martin Legner ließ im Spitzen-Single diesmal aus. Der routinierte Tiroler war gegen einen beinahe fehlerfrei und äußerst druckvoll agierenden Shingo Kunieda beim 2:6, 1:6 chancenlos. Die Entscheidung musste im Doppel fallen - und sie fiel dank des 6:4, 6:4-Erfolgs von Legner/Peinsith gegen Kunieda/Fujimoto zu Gunsten Österreichs.
Team Österreich kann Geschichte schreiben
Frankreich ist der Vorschlussrunden-Gegner der österreichischen Mannschaft, die in Brasilia von Susanne Graber gecoacht wird. Leicht wird die Aufgabe nicht werden. Denn die Westeuropäer stellen ein Fünftel der 25 besten Rollstuhltennis-Spieler, die Nummer eins der Welt ist mit Michael Jeremiasz ein Franzose. Das heimische Team ist daher im Halbfinale klarer Außenseiter und kann nur überraschen. Ein weiterer Sieg hätte historischen Wert: Noch nie erreichte eine österreichische Herren-Auswahl in der 21-jährigen Geschichte des World Team Cups das Endspiel, drei dritte Plätze stellen das beste Resultat dar. In den Jahren 2004 und 2005 belegte Österreich jeweils Rang neun.
 | | "Gimme five": Der Vater der Sieges Adi Peinsith klatscht mit ÖBSV-Rollstuhlreferent Harald Pfundner ein. | |  |  |
mw
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