Jede Serie hat mal ein Ende. Jene des Hollensteiners riss nach 22 Matches im Finale von Bergamo.
Turniersieg in Caltanissetta, Turniersieg in Catania, Turniersieg beim Chiasso-Challenger aus der Quali heraus und diese Woche Finale in Bergamo. Im letzten Spiel der mit 21.250 Euro dotierten Veranstaltung in Norditalien wurde der Beweis dafür erbracht, dass auch Werner Eschauer nur ein Mensch ist.
Diesmal hatte Werner knapp das Nachsehen.
Der Niederösterreicher unterlag angesichts der jüngsten Leistungen etwas überraschend dem auf drei gesetzten Eitzinger-Bezwinger Nicolas Devilder.
Anfangs wieder top
Nur haarscharf schrammte Eschauer an Turniersieg Nummer vier vorbei, das Finale war ab dem zweiten Satz eine äußerst enge Angelegenheit. Zuerst regierte noch Eschauers Form der letzten Wochen: 6:1. Zu den bis dahin in Bergamo abgegebenen 17 Games in der bereits fünften Partie sollten aber noch einige hinzu kommen: Die Durchgänge zwei und drei sicherte sich Devilder mit 7:5 und 6:4.
Gegen Devilder verlieren derzeit viele
Für den Franzosen ist es der zweite Challenger-Triumph im April: "Nic" war vor drei Wochen auch in Monza nicht zu schlagen und hält heuer weiters bei drei Halbfinali auf selber Ebene. Kopfzerbrechen sollte Eschauer seine erst fünfte Niederlage im Jahr 2006 also nicht unbedingt machen, erst Recht in Anbetracht von Devilders starker Form. Die Matchbilanz des derzeit erfolgreichsten Österreichers liest sich außerdem mit sensationellen 32 Siegen immer noch hervorragend.
Willkommen in den Top 200
Auf Rang 307 gelegen startete Werner Eschauer in die Saison. Nun fallen die Top 200: Die ehemalige Nummer 96 der Welt wird sich voraussichtlich auf einem Platz knapp außerhalb der besten 180 einfinden. Im Falle des Turniersiegs wäre es für den 32-Jährigen um weitere zehn Positionen nach oben gegangen. Den Tiroler Rainer Eitzinger sollte er dennoch knapp als Österreichs Nummer fünf ablösen.
Wie geht's weiter?
Eigentlich wollte Werner in der nächsten Woche beim 21.250 Euro+H-Event in Telde auf den Kanarischen Inseln an den Start gehen. Der 74er-Jahrgang stellte seine Pläne nach den jüngsten Erfolgen allerdings um und legt eine wohlverdiente Pause ein. Die Turnierwahl mag in nächster Zeit besonders gut überlegt sein. Denn noch kommt "Esches" deutlich verbessertes Ranking nicht zum Tragen, für die nächsten Challenger ist er daher auch nicht direkt qualifiziert.