Casablanca: Schau mir in die Augen, Nummer 99

Oliver Marachs Auslosung beim ATP-Tour-Event in Marokko könnte besser kaum sein. Auch Jürgen Melzer geht als Favorit in sein erstes Match.

Die aktuellste Variante der Oli-Marach-für-die-Top-100-Zahlenspielerei sieht so aus: Am Montag wird der Steirer 380 Punkte auf seinem ATP-Konto versammelt wissen, rund 410 sind für einen sicheren Platz in den Top 100 nötig. Das heißt, mit einem Viertelfinaleinzug beim 323.500 Euro-Turnier im marokkanischen Casablanca ist das große Ziel des 25-jährigen Grazers erreicht – zwei Siege für ein Halleluja.

Es wartet eine Wildcard
Der erste Sieg sollte für Oli zu schaffen sein: Die Auslosung bescherte ihm mit Marokkos Nummer zwei Mehdi Tahiri einen 28-jährigen Gegner, der vor fünf Jahren sein Career-High markierte (ATP 324), sich zuletzt auf der Future-Tour tapfer schlug, rund um ATP-Rang 600 tourt und sein Land zuletzt im Daviscup (wenn auch mit überschaubarem Erfolg) vertreten durfte. Tahiri hatte vor fünf Jahren beim Future in Telfs bereits mit Marach zu tun und siegte 7:5 im dritten Satz, weniger erfolgreich verliefen seine letzten Begegnungen mit österreichischen Profis: Es setzte Niederlagen gegen Mario Haider-Maurer, Markus Kanellos und Julian Knowle.

Um die Top 100 gegen Simon?
Eine Hürde anderer Höhe würde sich im Achtelfinale vor Oliver aufbauen: Im „Finale“ um die Top 100 wartet der erst 21-jährige Franzose Gilles Simon oder Jan Hernych aus Tschechien. Zu rechnen ist eher mit Simon, der vorige Woche in Valencia sein erstes ATP-Tour-Endspiel erreichte und diese Woche in Monte Carlo immerhin Runde drei erreichte.

Garcia-Lopez als Test für Jürgen Melzer
Houston-Finalist Jürgen Melzer ist in Casablanca als Nummer sechs gesetzt. Sein erster Gegner ist Spanier: Guillermo Garcia-Lopez, zuletzt Viertelfinalist in Valencia, in Monte Carlo scheiterte er in der Quali. Für Aufsehen sorgte der 22-Jährige heuer in Delray Beach, als er Altmeister Andre Agassi abservierte. Sollte Melzer die erste Aufgabe bewältigen, würde sich als zweite der Spanier Ruben Ramirez-Hidalgo oder der Tscheche Jiri Vanek in den Weg stellen.

100 Punkte fehlen auf die Top 50
Nach der starken Vorstellung in Houston hat Österreichs Nummer eins die Top 50 im Visier. Diese Woche fehlen (635 zu 735) exakt 100 Punkte, am Montag im neuen Ranking wird sich daran nur Unwesentliches ändern. Mit einem Finaleinzug in Casablanca wäre der Top 50-Platz also zurück erobert. Auf Melzers Career High von Platz 33 fehlen derzeit ziemlich genau 300 Punkte. Bemerkenswertes Detail am Rande: Der Deutsch-Wagramer bestreitet in Casablanca – inklusive Junioren-Karriere – sein erstes Turnier auf dem afrikanischen Kontinent.

Huber in der Quali
Um einen der vier Qualifikantenplätze bemüht sich übrigens ein weiterer Österreicher: Der Steirer Joseph Huber stellt sich zum Auftakt der Herausforderung des Ägypters Sherif Sabry, mit dem er diese Woche beim Future von Rabat im Doppel antrat.

sw


Die tennisweb.at-Ergebnisse aus Casablanca:
Herren-Quali
Herren



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