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"Weil's billiger ist", will man in Deutsch-Wagram die Klasse halten
Die Teams 2006 Teil 3: TC Deutsch-Wagram. Mit einer Nummer eins, die "hoffentlich nicht spielt", drei Neuen und drei Verletzten geht es um den Klassenerhalt.

Warum spielt man in Deutsch-Wagram Superliga? "Weil es billiger ist als die zweite Division", so eine kuriose Begründung von Mannschaftsführer Heribert Elias. "Die Kosten für Bälle und Schiedsrichter werden den Vereinen abgenommen." Aber auch ein ehrenhafteres Motiv gibt es: "Bei uns wird viel Wert auf die Jugendarbeit gelegt. Wir bilden viele Spieler aus, die uns verlassen würden, wenn sie bei uns nicht Superliga spielen könnten. Unsere Herrenmannschaften spielen in der Superliga, der Landesliga A und der Landesliga C."
Mit Jürgen, aber wohl ohne ihn
Zum zweiten Mal in Folge wird Jürgen Melzer die Mannschaftsliste der Kampfmannschaft des TC Deutsch-Wagram anführen. Und ebenso wie 2005 wird Österreichs Nummer eins trotz anhaltender Formkrise wohl nicht zum Einsatz kommen. "Ich rechne mit einer Mannschaft ohne Jürgen. Hoffentlich findet er wieder auf die Siegerstraße zurück. Auch wenn das bedeutet, dass er nicht bei uns spielt, sondern bei den French Open noch im Bewerb ist", so Elias.
Drei Neue und eine starke Bank
Die neue Nummer zwei in Deutsch-Wagram ist der inzwischen in den USA wohnhafte Zbynek Mlynarik. "Er kommt im Mai nach Europa, spielt vorher noch ein paar Turniere und wird perfekt vorbereitet zu uns stoßen", weiß Elias. Neu in Deutsch-Wagram sind auch die Haider-Maurer-Brüder Andi und Mario, die den Zweitligisten KTK Krems verlassen haben. Verletzungspech plagt derzeit die Stammspieler Martin Stepanek, Martin Slanar (Ellbogenoperation) und Marco Hammerl (Bandscheibenvorfall). "Aber hinten sind wir mit Christoph Krenn, Alex Zlatnik oder Christian Lugus auch noch stark."
Das Team
1. Melzer Jürgen
2. Mlynarik Zbynek
3. Haider-Maurer Andreas
4. Borgula Boris
5. Stepanek Martin
6. Haider-Maurer Mario
7. Slanar Martin
8. Hammerl Marco
9. Steinberger Bertram
10. Krenn Christoph
11. Schaupp Michael
12. Zlatnik Alexander
13. Christian Lugus
Die endgültige Reihung der Spieler erfolgt nach der Rangliste zum Zeitpunkt des Nennschlusses.
Teil der abstiegsgefährdeten Quartetts
Mit der Gruppenauslosung ist man in Wien-Umgebung zufrieden. ULTV Linz, TC ISB Altenstadt und der BMTC treffen in der Gruppe B auf Elias’ Equipe. "Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Stockerau, Altmannsdorf und der BMTC werden unser Gegner im Abstiegskampf sein", meint der Captain. Und sollte es mit dem Klassenerhalt heuer tatsächlich nicht klappen, ist dies in Deutsch-Wagram auch kein Weltuntergang, wie Elias weiß: "Der Großteil unserer Clubmitglieder, sowie unserer Vorstand unterstützen die Mannschaft. Und mit unserem Sponsorenpool, der viele kleine regionale Firmen beherbergt, sind wir auch finanziell ganz gut abgesichert."
Peter Robic
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