Indian Wells: Knowle/Melzer mit den besseren Nerven

Zwei Tiebreaks, ein Champions-Tiebreak - Julian Knowle und Jürgen Melzer ziehen in Kalifornien dank eines knappen Dreisatz-Sieges in die dritte Runde ein.

Dass in Spitzen-Doppelmatches oft wenige Punkte entscheiden, dürfte sich wohl weitgehend herumgesprochen haben. Unterstrichen wurde diese These am heutigen Mittwoch auch beim Masters Series-Event in Indian Wells, an dem der österreichische Beitrag Julian Knowle/Jürgen Melzer das bessere Ende für sich hatte. Das ÖTV-Daviscup-Doppel besiegte beim 3.169.600 Dollar-Turnier in Kalifornien das tschechische Toppaar Frantisek Cermak/Leos Friedl hauchdünn mit 6:7 (4), 7:6 (1), 10:7.

Chancen zu Beginn nicht genützt
Dabei sah es über weite Strecken so aus, als hätten die beiden Österreicher ihre wertvollsten Chancen ungenützt gelassen. Im ersten Satz hatten die beiden bei 6:5 bereits Satzball, verloren den Durchgang jedoch im Tiebreak - ein einziges Minibreak reichte den Tschechen. Im zweiten Satz hatten Knowle/Melzer drei Chancen, um mit Break 4:3 in Führung zu gehen, die Tschechen wehrten alle drei ab und retteten sich ins neuerliche Tiebreak. Dort gab es für die auf Nummer acht Gesetzten allerdings nur einen Punkt zu holen.

Nach zwei Stunden eine Runde weiter
Es musste also ins Champions-Tiebreak gehen, das im Doppel den dritten Satz ersetzt. Dort lagen die beiden Österreicher schnell mit drei Punkten voran, bis zum 9:7 blieb es jedoch äußerst spannend - bis Knowle/Melzer nach knapp 2 Stunden Spielzeit gleich ihren ersten Matchball zum 10:7 nützten und damit ins Viertelfinale der Pacific Life Open einzogen.

Revanche für Melbourne?
Dort bekommen sie es nun mit der schwedisch-australischen Paarung Simon Aspelin/Todd Perry zu tun, die sich in Runde zwei gegen das polnische Gespann Fyrstenberg/Matkowski ebenso mit 10:7 im Champions-Tiebreak durchsetzen konnten. Dabei gibt es eine Chance zur Revanche für die Österreicher: Denn erst vor knapp zwei Monaten im Achtelfinale der Australian Open hatten Aspelin/Perry klar in zwei Sätzen die Nase vorne.

ap


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Foto: Michael Winkler


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