Rotterdam: Knowle/Melzer kämpfen das nächste Top-Duo nieder

Dem heimischen Daviscup-Doppel gelang gegen Santoro/Zimonjic kein einziges Break. Dennoch stehen die beiden in der niederländischen Hafenstadt im Halbfinale.

Seit Oktober 2004 doppeln Julian Knowle und der Serbe Nenad Zimonjic nicht mehr miteinander - dafür aber gegeneinander: Im zweiten Duell seit der Trennung behielt erstmals Österreichs Nummer eins der ATP-Doppelweltrangliste die Oberhand. Gemeinsam mit Jürgen Melzer rang der Vorarlberger im Viertelfinale des 765.000 Dollar-Turniers von Rotterdam das auf vier gesetzte Weltklasse-Duo Zimonjic/Fabrice Santoro (FRA) mit 6:7 (2), 7:6 (3) und 10:5 im Champions Tiebreak nieder. Zimonjic/Santoro entschieden heuer schon das ATP-Turnier von Sydney für sich.

Spiel ohne Breaks
Knowle/Melzer waren im ersten Satz dem Break stets näher, fallen wollte es jedoch nicht. So ging der erste Satz im Tiebreak klar verloren. Im zweiten Durchgang verzeichneten Zimonjic/Santoro bei 1:1 zwei Breakchancen, ließen allerdings beide aus. Danach dominierten wieder die Aufschläger. Nach dem Gewinn des zweiten Tiebreaks zogen Knowle/Melzer im Champions Tiebreak rasch auf 6:2 davon und hielten den Vorsprung bis zum Schluss. Es ist das dritte Halbfinale der Saison für das ÖTV-Paradedoppel: In Sydney und in der Vorwoche in Marseille war dort aber auch jeweils Endstation.

Wichtiger Sieg
Der Viertelfinalsieg von Knowle/Melzer ist ein hoch einzuschätzender. Denn den beiden stand mit Santoro immerhin der Masters-Cup-Sieger des Vorjahres (mit seinem französischen Landsmann Michael Llodra) und mit Zimonjic (an der Seite des Inders Leander Paes) der -Finalist gegenüber. Wichtig war der Erfolg auch für die Teamwertung, in der Knowle/Melzer derzeit noch an elfter und Zimonjic/Santoro an achter Stelle klassiert sind. Am Ende des Jahres sind nur die ersten acht für das Masters qualifiziert, ein bedeutendes direktes Duell ging somit an die Österreicher.

Nächste harte Nuss
12.800 Euro haben Knowle und Melzer in Rotterdam durchs Doppel schon eingespielt. Die Chancen auf den Haupttreffer von 46.200 Euro sind weiter intakt. Um weitere 11.500 geht es vorerst gegen die Nummer zwei-Paarung Paul Hanley und Kevin Ullyett. Die beiden werden als aktuelle Nummer drei im ATP Team Doubles Ranking geführt.

Head-to-head als psychologischer Vorteil?
Hanley tritt erst seit heuer gemeinsam mit dem 33-Jährigen Ullyett aus Simbabwe an. Es funktioniert allerdings bestens: Die beiden erreichten heuer schon das Finale von Adelaide und standen bei den Australian Open in Melbourne unter den letzten Vier. Ein Duell mit Knowle/Melzer gab es schon: Im Viertelfinale von Sydney zogen Hanley/Ullyett im Champions Tiebreak den Kürzeren.

mw


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