Ein Break pro Satz entscheidet - Ljubicic stoppt Koubek

Nach sieben Siegen in Folge war die aktuelle Nummer fünf der Weltrangliste Ivan Ljubicic für Stefan Koubek zu stark. Der österreichische Qualifikant unterlag im Finale in zwei Sätzen.

Nichts wurde es mit der ganz großen Sensation beim 302.000 Euro-Turnier von Zagreb. Qualifikant Stefan Koubek, der zuvor mit sieben Siegen in Folge seine zweitlängste Siegesserie auf der ATP-Tour aus dem Jahre 2003 einstellte, unterlag dem großen Favoriten Ivan Ljubicic mit 3:6, 4:6. Durch den Sieg der topgesetzten Nummer fünf der Weltrangliste ging auch das vierte Indoor-Turnier in Kroatien an einen Kroaten. Vor Ljubo hatte Goran Ivanisevic den Hattrick geschafft.

Wenige Chancen nicht genutzt
Gleich im dritten Game der Daviscup-Generalprobe hatte Koubek die erste Chance, dem Lokalmatador das Service zum 2:1 abzunehmen. Ein Stoppball des Österreichers landete jedoch im Netz. Danach ging es bis zum 3:4 mit dem Aufschlag, ehe Kroatiens Nummer eins die dritte Breakchance im achten Game zum vorentscheidenden 5:3 verwertete. Im zweiten Satz gab Österreichs Noch-Nummer vier zum 1:2 das Service ab, eine Breakchance zum postwendenden Rebreak wusste Ivan mit einem tollen Service abzuwehren. Danach ließ der 1,93 m große Kroate nichts mehr anbrennen und verwertete nach 1:06 Stunden seinen zweiten Matchball.

Koubek und Feigl
Durch die Final-Niederlage hält Koubek weiter bei drei ATP-Titeln und liegt somit in der ewigen heimischen Rangliste gemeinsam mit Peter Feigl (letzter Erfolg 1980 in Lagos) auf Platz drei. Mehr Turniersiege auf der Tour holten natürlich Thomas Muster mit 44 und Horst Skoff mit vier. Für den bislang letzten von insgesamt 58 österreichischen Einzelsiegen hat übrigens auch Stefan Koubek gesorgt: Vor mehr als drei Jahren in Doha.

"Ljubo" in Sensationsform
Ljubicic hat mit dem heutigen Sieg die letzten 17 (!) Partien in Kroatien gewonnen, die letzte Heimniederlage kassierte er im Sommer 2002 in Umag. Ins Jahr 2006 startete die kroatische Nummer eins sensationell: Zagreb ist nach Chennai bereits sein zweiter Titel, von seinen bislang bestrittenen 15 Matches im laufenden Jahr hat er 14 gewonnen, lediglich bei den Australian Open musste er sich Marcos Baghdatis in fünf Sätzen geschlagen geben. Von seinen letzten neun bestrittenen Turnieren hat er vier (!) gewonnen und bei zwei weiteren das Finale erreicht.

Aufstieg für Koubek um 50 Plätze
Trotz der Niederlage macht Koubek mit der tollen Turnierwoche in Zagreb einigen Boden gut. 120 ATP-Punkte bedeuten eine neue Position um 130 in der Entry List, damit ist er vor Daniel Köllerer wieder drittbester Österreicher. Im Champions Race liegt Koubek ab Montag mit 25 Zählern klar vor Oliver Marach (10) und Jürgen Melzer (5) auf Platz eins.

pb


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