Daniela Kix trainiert ohne Trainer härter denn je
Jahresbilanzen 2005 - Teil 25: Die 21-Jährige hat sich von Thomas Buchmayer getrennt. Im FedCup will Daniela aber schon nächstes Jahr unverzichtbar werden.

Du hast dich um 135 Plätze verbessert, aber dennoch das Ziel Top 200 nicht erreicht. Wie resümierst du deine Saison 2005?
Auch wenn die Saison im Großen und Ganzen recht gut verlaufen ist, wäre noch ein bisschen mehr drinnen gewesen. Leider haben mich gesundheitliche Probleme ein wenig zurückgeworfen. Mit den letzten Turnieren in Jersey, Pruhonice und Opole bin ich aber ganz zufrieden.
Warum konntest du zu Jahresbeginn deine Leistung nicht bringen?
Meine Leistungen am Anfang des Jahres waren nicht optimal. Dennoch wurde ich österreichische Hallenmeisterin, ohne einen Satz zu verlieren. Das ist ja auch nicht so schlecht. In der zweiten Jahreshälfte ist es dann besser gelaufen.
War der Turniersieg in Shanghai Ende Mai eine Art Initialzündung?
Der Turniersieg hat mir schon Selbstvertrauen gegeben. Aber ich wusste bereits zuvor, dass ich bei derartigen Turnieren um den Sieg mitspielen kann.
Und das hast du dann bewiesen ...
Genau. Abgesehen von den Turnieren in Asien habe ich dann bei den vorher genannten Events in dieser Größenklasse immer, eben auch in Europa, gute Leistungen bringen können.
Warum musstest du in Opole Ende November aufgeben?
Ich hatte Schulterprobleme und konnte deswegen vor dem Turnier in Tschechien eineinhalb Wochen nicht trainieren. Aber jetzt bin ich wieder fit.
Und bist wahrscheinlich gerade voll im Aufbautraining.
Ja, 2006 soll nichts mehr dem Zufall überlassen werden. Ich trainiere härter als je zuvor.
Mit Thomas Buchmayer, nehme ich an.
Nein. Wir trainieren seit Anfang Dezember nicht mehr zusammen. Mehr möchte und kann ich dazu aber jetzt noch nicht sagen.
Nur soviel vielleicht: Hat es menschlich nicht mehr gepasst, vom Training her?
Zwischenmenschlich sind wir gut miteinander ausgekommen. Vom Training her hat es aber ein paar Unstimmigkeiten gegeben, welche letztendlich zur einvernehmlichen Auflösung der Trainingsgemeinschaft führten.
Und wer wird dein neuer Coach?
Das ist noch unklar, derzeit trainiere ich mit meiner Schwester Sabrina und deren Trainer Magister Christian Kohl mit.
Du gehst also mit neuem Trainer in die Saison. Was sind deine Pläne?
Ich habe im Jänner noch ein hartes Konditions- und Tennisaufbautraining geplant. Australien passt mir in den Aufbau nicht optimal hinein. Deshalb werde ich Anfang Februar in Italien oder eventuell in Asien ins Turniergeschehen eingreifen.
Woran wird am härtesten gearbeitet?
Kondition. Insgesamt trainiere ich fünf bis sechs Stunden am Tag, hauptsächlich arbeite ich an der Fitness.
Thema FedCup: Hoffst du, schon nächstes Jahr zum Einsatz zu kommen?
Ich stehe dem FedCup-Team jederzeit gerne zur Verfügung. Ich hoffe, nächstes Jahr so gute Leistungen bringen zu können, dass man auf mich nicht verzichten möchte.
Welche Ziele steckst du dir für die neue Saison?
Ich weiß, was ich erreichen kann. Ob ich das bereits nächste Saison realisieren kann, ist schwer zu sagen. Ein Ranking um die 140 oder 150 scheint mir jedenfalls realistisch.
Und wie weit nach vor kann es überhaupt gehen? Top 20, Top 50?
Das glaube ich auf jeden Fall. Aber ich versuche vorerst nur, meine kurzfristigen Ziele zu erreichen.
Der direkte Link zur Activity von Daniela Kix.
Interview: Peter Brandhofer
zurück zur Übersicht
|