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Sensation am Arlberg: Goran kommt!
Als sechster und letzter Teilnehmer der tele.ring Tennis Trophy wurde ein ehemaliger Wimbledon-Sieger und aktueller Daviscup-Finalist verpflichtet.

Die von 7. bis 10. Dezember stattfindende tele.ring Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg hat ihren Superstar: Neben den bereits feststehenden Jürgen Melzer, Stefan Koubek, Radek Stepanek, Marcos Baghdatis und Philipp Kohlschreiber wird auch Kroatiens Idol Goran Ivanisevic im Herrenbewerb aufschlagen. Die ehemalige Nummer zwei der Welt wird voraussichtlich direkt vom in Bratislava ausgetragenen Daviscup-Finale zwischen der Slowakei und seinem Heimatland nach Tirol reisen.
Sternstunde dank einer Wildcard
Mit insgesamt 22 Titeln kann der "König der Asse" auf eine tolle Karriere zurückblicken. Seinen Eintrag ins Tennis-Geschichtsbuch sicherte sich Ivanisevic aber an einem Montag im Juli 2001, als er, nur mit einer Wildcard ausgestattet, auf dem Heiligen Rasen von Wimbledon in einem wahren Endspiel-Thriller mit 9:7 im fünften Satz über Patrick Rafter siegreich blieb und sich somit nach drei verlorenen Endspielen (92, 94, 98) doch noch seinen Kindheitstraum erfüllen konnte.
Goran im Kampf um den Daviscup
An diesem Wochenende hat der 34-jährige Linkshänder eine weitere Möglichkeit, Tennisgeschichte zu schreiben. Denn Kroatiens Captain Niki Pilic vertraut neben seinen Aushängeschildern Ivan Ljubicic, Mario Ancic und Ivo Karlovic auch auf die Anwesenheit der ehemaligen Nummer zwei der Welt. Der 66-jährige Pilic, der auch Deutschland schon zu vier Endspielteilnahmen führte, berief für viele überraschend Goran Ivanisevic als seinen vierten Mann für das Endspiel des Daviscups in Bratislava ein. "Er soll nicht spielen, aber er ist gut für den Teamgeist und soll zum Team gehören. Goran fragte mich vor fünf Jahren, ob ich nicht den Teamchef-Posten übernehme. Mit der Einberufung möchte ich einfach Danke sagen", so Pilic.
 | | Zuletzt musste sich der "Herr der Asse" in der Stadthalle Altmeister Tom beugen. | |  |  | Party vor der größten Tennis-Party?
Bevor es aber Richtung St. Anton am Arlberg zur Tennis Trophy geht, wird der Vater einer zweijährigen Tochter möglicherweise noch einen kurzen Zwischenstop in seiner Heimat einlegen müssen. Denn sollte Kroatien tatsächlich die angeblich "hässlichste Salatschüssel der Welt" gewinnen, droht – wie schon nach Gorans Sieg in Wimbledon – ein Empfang der seines Gleichen sucht. In seiner Heimatstadt Split feierten damals über 200.000 Menschen die Ankunft ihres Nationalhelden.
"Bin kein Prügelknabe"
"Die Rolle des Prügelknaben werde ich in St. Anton sicher nicht abgeben", richtete Ivanisevic eine Kampfansage an seine Konkurrenten. "Vom spielerischen Level her kann ich mit den Jungen sicher noch mithalten. Wenn mein Körper mitgespielt hätte, würde ich vielleicht jetzt noch auf der ATP-Tour spielen. Aber am Ende habe ich täglich vier Schmerztabletten geschluckt. Heute ist es besser, ich brauche nur noch zwei", so der Kroate, der im Vorjahr auf die "Delta Tour of Champions" wechselte.
Weitere Infos zum Event gibt's auf www.tennistrophy.at.
mm
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