|
Die Erfolge von anderen machen ihn erfolgreich
Die Nominierten 2005 - Teil 10 Der Coach der Südstadt-Truppe Thomas Weindorfer brachte vier Spieler von Null auf 1000.

Armin Sandbichler, Christoph Steiner, Martin Fischer und Philipp Oswald bilden den A-Kader in der Südstadt. Ihr Betreuer ist Thomas Weindorfer. Er schaffte es, die Burschen auf Vordermann zu bringen, sie innerhalb eines Jahres zu Siegspielern zu machen, sie in dreistellige Ranking-Regionen zu führen - und er ist dafür für den tele.ring Tennis Award presented by tennisweb.at nominiert.
Vier potenzielle Gewinner
"Jeder von den Vieren ist inzwischen soweit, dass er ein Future gewinnen kann", ist der 35-jährige Coach überzeugt. Armin Sandbichler hatte vor allem in Kramsach (Finale) sowie in Italien (Dreisatzniederlage im Semi) und Venezuela (Dreisatzniederlage im Semi) die besten Chancen dazu. Der einzige 85er-Jahrgang schraubte sich auch ohne Turniersieg in Ranking-Höhen, die er nie zuvor erblicken durfte und steht derzeit als bester Südstädter auf Platz 646 im Entry-Ranking.
Auch die Jüngeren glänzen
Christoph Steiner schaffte es auf Platz 776, "und das obwohl er erst im Frühjahr voll fit war". Philipp Oswald erreichte Position 849, "er hätte mehr erreichen können. Ich hab von ihm verlangt, dass er offensiv spielt, auch auf Sand", erklärt "der Dorfer". "Das wird sich nächstes Jahr sicher bezahlt machen." Lange Zeit das Sorgenkind war Martin Fischer: "Er hat die Trainingsleistungen nicht umsetzten können. Aber dann in Mexiko hat er aus der Quali locker das Finale erreicht." Nicht zuletzt damit spielte sich der Vorarlberger bis auf Rang 861 vor.
Noch ein Schützling mehr
Auch Rainer Eitzinger hat seinen Aufstieg zumindest zum Teil Thomas Weindorfer zu verdanken. Bis Ende Mai war "Eitze" (damals ATP-Nummer 329) unter den Fittichen des Südstadt-Coaches gestanden. Den Abgang seines Musterschülers sieht Thomas aber nicht mit Wehmut: "Ich freue mich, dass Rainer bei Horst Skoff untergekommen ist. Wir, also der ÖTV, haben weiterhin ein gutes Verhältnis mit ihm. Und Rainer wird auch nächstes Jahr teilweise bei uns mittrainieren und wahrscheinlich mit Jürgen Hager touren." Und der Steirer wünscht sich auch die Zusammenarbeit mit anderen Spielern: "Vielleicht kann sich ein Max Raditschnigg oder ein Marco Mirnegg anschließen."
Das Geheimnis
Warum es heuer so gut lief? "Der Wechsel von Stan Franker zu Gilbert Schaller als Sportdirektor war entscheidend. In der Südstadt ist Ruhe eingekehrt." Die Arbeit von Franker will Weindorfer nicht verurteilen: "Stan war gut, aber einfach beinhart. Er wollte, dass von sechs Spielern einer oder zwei überbleiben. Die werden dafür gut. Aber das ist nicht so gut fürs Klima. Schilli ist anders. Er gibt den Spielern Möglichkeiten und Zeit, sich zu entwickeln. Das macht weniger Druck, und das hat sich heuer positiv ausgewirkt."
pr
zurück zur Übersicht
|
|
|
|
|