Daviscup: Knowle/Melzer siegen in vier - Österreich führt 2:1

Auch ein überraschend starkter Giovanni Lapentti konnte einen rot-weiß-roten Doppelerfolg an Tag zwei des Davisdup-Relegationsduells mit Ekuador nicht verhindern.

Österreich führt nach Tag zwei des Daviscup-Relegationsduells in Pörtschach gegen Ekuador mit 2:1. Dies haben wir unserem Top-Doppel Jürgen Melzer und Julian Knowle zu verdanken. Die beiden schlugen die Gebrüder Lapentti in der mit knapp 2000 Besuchern gut gefüllten Werzer-Arena mit 2:6, 6:4, 6:0, 6:3. Es war der erste Doppelsieg im Daviscup für das Duo Knowle/Melzer. Fünf Mal hatten die beiden zuvor verloren: Gegen Australien, USA, Rumänien, Ukraine und Kroatien.

Daviscup ist offiziell eröffnet
Nachdem um 12:45 mit den Bundeshymnen der beiden Nationen in aller Freundschaft das Daviscup-Duell offiziell eröffnet wurde, ging es eine halbe Stunde später auf dem Platz sportlich zur Sache. Die Stimmung war heute ausgezeichnet, Österreich-Österreich-Sprechchöre, aufmunterndes Klatschen vor wichtigen Punkten, sowie die Pausenmusik sorgten bei sonnigen 19 Grad für wahre Daviscup-Athmosphäre.

Die wundersame Heilung des Giovanni
Es waren die im Partnerlook angetretenen Ekuadorianer, die den besseren Start erwischten. Sie wehrten einige Breakbälle ab, holten sich von Julian und Jürgen je ein Aufschlaggame und Durchgang eins mit 6:2. "Sie haben fast 100 Prozent erste Aufschläge im Feld gehabt, wir konnten nicht viel machen", sagte Julian nach der Partie. Jürgen in Anspielung auf die im Schnitt mit 200 km/h gespielten Aufschläge des jüngeren Lapenttis: "Vor allem Giovannis Handgelenk kann heute nicht mehr so weh getan haben."

Späte Wende
Im zweiten ging es programmgemäß mit dem Service - bis zum 5:4. Dann kam die Zeit von Jürgen Melzer: "Ab 30:0 hat Jürgen drei unglaubliche Bälle gespielt", meinte Nicolas Lapentti. Das war die Wende, in Satz drei spielten sich die Österreicher in einen wahren Rausch. Auch Julian, der zu Beginn nicht ganz auf seinem gewohnten Niveau agiert hatte, kam voll in Schwung. Nach kurzer Zeit und einem 6:0 ging es in Satz vier. "Das hat mich etwas gebrochen, ich war etwas down und habe Giovanni mit runtergezogen", so der selbstkritische Nicolas.

Fünf Games in Serie
Im vierten Set gerieten die Österreicher mit 1:3 in Rückstand und waren bei Aufschlag Melzer mit Breakball zum 1:4 konfrontiert. Doch dieser wurde abgewehrt, Giovanni und Nicolas gebreakt und Jürgen servierte zum Match. Der erste Matchball war dann skurril: Knowle verschlug einen Smash, doch Linienrichter und Schiedsrichterin gaben in gut und Muster jubelte bereits.

Oberschiedsrichter schaltet sich ein
Doch die Freude des Captains, der heimischen Spieler und der Zuschauer währte nur kurz, der Supervisor entschied zurecht auf out. So verwerteten die Österreicher Matchball Nummer zwei und holten den wichtigen zweiten Sieg. "Es gab heute einige knappe Entscheidungen gegen uns, die haben die Partie sicher mitentschieden", klagte Nicolas.

"Es ist egal, wer unseren dritten Punkt holt"
Für morgen ist Jürgen Melzer mit zwei Siegen an diesem Daviscup-Wochenende im Rücken zuversichtlich. Der Deutsch-Wagramer wird ab 11 Uhr gegen Nicolas im Single einlaufen. "Mir ist egal wer den Punkt morgen holt, wichtig ist, dass es am Ende 3:2 für Österreich steht", meinte Jürgen. Sollte Melzer verlieren, würde Stefan Koubek, heute mit dick-bandagierter Zehe gesichtet - gegen Giovanni Lapentti die entscheidende fünfte Partie bestreiten. "Stefan ist wieder voll fit, er ist über die Niederlage hinweg. Seine Zehe ist zwar etwas blau, doch das wird bis morgen schon", erklärte Captain Tom.

Peter und Peter aus Pörtschach



Die Ergebnisse vom Daviscup in Pörtschach:
Herren
Herren-Doppel


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