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"... schade, wenn das nicht weitergeführt würde ..."
tennisweb.at im Gespräch mit tele.ring-Pressesprecher Walter Sattlberger über Projekte, Summen, Sorgen, Chancen - und die Zukunft.

tele.ring sponsert die tele.ring Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg, das Musterland Steiermark, das Daviscup- und FedCup-Team, es gibt das Talenteforum, den tele.ring Tennisaward presented by tennisweb.at und ist persönlicher Sponsor von Thomas Muster. Habe ich etwas vergessen?
Das war's im Großen und Ganzen. Vor allem Alex Antonitsch sollte man hier noch erwähnen, er ist von Beginn an im Jugendtennisbereich für uns tätig.
tele.ring ist also Österreichs größter Tennissponsor. Kann man das so sagen?
Ich denke, dass Generali für die Turniere in Linz und Kitzbühel und die Bank Austria Creditanstalt für Wien mehr Geld bezahlen. Wir sind aber sicher der umfassendste Sponsor im heimischen Tennis.
Wie geht's mit tele.ring in Zukunft weiter – und damit mit dem Tennis-Engagement von tele.ring? Muss man sich Sorgen machen?
Die meisten Verträge laufen bis Ende nächsten Jahres, bis dahin wird alles wie gewohnt weitergehen. Was dann passiert, liegt leider nicht mehr in unserem Einflussbereich, da müssen Sie mit T-Mobile reden.
 | | Walter Sattlberger mit Stefan Koubek bei der Verleihung des tele.ring Tennis Award presented by tennisweb.at 2004. | |  |  | Gibt's eine Tendenz?
Wir wissen noch nichts. Meine Empfehlung an T-Mobile kann aber nur lauten, bei den Projekten zu bleiben. Wäre schade, wenn das nicht mehr weitergeführt würde.
Ein ziemlich gutes Zeichen wäre wohl, wenn die Marke tele.ring bestehen bliebe, oder? Man würde einen langjährigen Aufbau fortsetzen.
Natürlich könnte T-Mobile schon 2006 bei einigen oder sogar allen Projekten mit eigenem Namen auftreten.
T-Mobile ist Hauptsponsor der österreichischen Fußball-Bundesliga. Lässt sich das mit Tennis vereinbaren?
Es passt alles zusammen, T-Mobile sponsert ja auch den Radsport – man könnte auch sagen, wie passt das mit Fußball zusammen …
Warum hat sich tele.ring seinerzeit eigentlich für das Tennissponsoring entschieden?
Die großen Sportarten in Österreich mit Fußball und Skifahren waren belegt. Tennis war ein Bluechip. Der Sport gehört zu Top drei oder vier Weltsportarten, und da es ein relativ günstiges Sponsoring-Engagement war und ist, haben wir uns dafür entschieden. Wesentlich war auch, dass wir mit den Jugendprojekten ein Potenzial für die Zukunft gesehen haben.
Was heißt relativ günstig? In welchem Bereich bewegt man sich da?
Alle Ausgaben zusammen kommen auf unter eine Million Euro. Also im oberen sechsstelligen Bereich.
War die Investition ins Tennis ein Teil des Erfolgs von tele.ring?
Das ist schwer zu sagen. Sicher ist, dass wir in der Tennis-Community stark vertreten sind. Bei ähnlichen Paketen verschiedener Anbieter, wird sich ein Tennisspieler wohl eher für uns entscheiden.
Was bringt die Investition ins Tennis noch?
Neben dem Community-Effekt auch Medienpräsenz und Image. Kunden zur tele.ring Tennis Trophy oder zum Daviscup einzuladen, ist eine tolle Sache.
Würden Sie den Weg ins Tennis noch mal so gehen?
Ich sehe keinen Grund, warum man das anders machen sollte. Von den Events bis zur Einbindung der Protagonisten des österreichischen Tennissports Thomas Muster und Alex Antonitsch, die Tennis im Gespräch halten.
Ist denkbar, dass T-Mobile je nach Erfolg des österreichischen Tennis in den nächsten Wochen und Monaten entscheidet, wie es weitergeht? Spielt das österreichische Tennis sozusagen auf Engagement?
Das kann sein, es wäre aber eigentlich nicht nötig. Wir sind bereits äußerst erfolgreich. Das FedCup-Team steht unter den besten acht Nationen, das Daviscup-Team unter den besten 16. Und das in einer Weltsportart, die in allen Ländern der Erde gespielt wird. Nur zum Vergleich: Im Fußball krebsen wir um Platz 80 herum und freuen uns, wenn wir 79. werden.
Werden Leute von T-Mobile in Pörtschach oder St. Anton sein?
Das ist möglich, wir haben davon aber keine Kenntnis. Wir sind noch ein eigenständiges Unternehmen.
Wie lange noch?
Bis zum so genannten Closing, also bis der Deal von Behörden und der EU unter Dach und Fach ist. Dann haben die Leute von T-Mobile das Sagen.
Und dann entscheidet sich auch, wie es mit dem heimischen Tennis weitergeht Â…
Zumindest wie es mit dem Sponsoring weiter geht.
Interview: Peter Robic
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