Marachs beste Saison soll noch besser werden

Österreichs Nummer drei Oliver Marach nach seinem Monatssieg beim tele.ring Tennis Award presented by tennisweb.at im Interview.

Olli, du hast erstmals den tele.ring Tennis Award-Monatspreis gewonnen. Wie wichtig ist so was?
Es ist sehr schön zu gewinnen, ich freu mich gewaltig. Ich schau' ja auch immer auf tennisweb.at und lese eure Berichte.

Im August gab's ein paar ziemlich positive über dich …
Ja, ich hab jetzt eine ziemlich gute Zeit. Aber es werden sicher auch wieder schlechtere Zeiten kommen, wie beim Jürgen jetzt.

Zuletzt haben wir aber von deinen Niederlagen berichten müssen, du hattest Probleme mit dem Handgelenk. Wie ist da der Status quo?
Ich hab zuviel gespielt, mein Handgelenk war angeschlagen. Nach einer Woche praktisch ohne Tennis hab ich dann in Genua gegen Sergio Roitman verloren.

Und wie geht's dem Handgelenk jetzt?
Es passt wieder alles, mit der Spielpraxis werden auch wieder die Siege kommen.

Du bist ja jetzt beim ATP-Turnier in Bukarest in der Quali am Start. Was nimmst du dir vor?
Mein Ziel ist, die Quali zu schaffen.

Wird man dich jetzt vermehrt bei ATP-Events sehen?
Ich versuche jetzt die größeren Turniere zu spielen – größere Challenger und ATP-Turniere, nur da kommst du weiter. Ich muss gegen die richtig guten Spieler bestehen. Und heuer hab ich ja schon ein paar ganz gute geschlagen …

Wo geht's nach Bukarest weiter?
Danach trainier ich eine Woche in Perugia. Und dann schau ich, wo ich rein komme. Die Südamerika-Challenger-Tour möchte ich dann aber auf alle Fälle spielen.

Ist die Stadthalle für dich ein Thema?
Natürlich, ich hab dort um eine Wildcard angefragt. Ich hab aber noch keine Antwort bekommen.

Heuer hast du ja noch einige Punkte zu verteidigen. Wie gehst du mit dem Druck um?
Ich mach mir keinen Druck. Wenn ich gut spiele, muss ich darüber nicht nachdenken.

Bist du mit der Saison generell zufrieden?
Ja, absolut. Sie war spielerisch und finanziell meine bisher beste.

Trotzdem du dein Ziel ja nicht ganz erreicht hast. Die Top 100 hast du in der tennisweb.at-Jahresbilanz genannt, das Topziel waren die Top 40-50 Â…
Die Top 150 endlich geknackt zu haben, war schon toll. Ich will heuer noch knapper an die Top 100 kommen.

Warum hast du es erst heuer geschafft dich im Ranking auf Platz 129 vorzuarbeiten?
Ich bin spielerisch besser drauf, spiele offensiver, habe mehr Varianten. Und das Mentaltraining mit Alberto Castellani macht sich auch bezahlt.

Du bist jetzt als Nummer 129 Österreichs Nummer drei im Einzel. Wie wichtig ist dir das?
Das ist mir gar nicht wichtig. Ich würde mir wünschen, dass mehr Österreicher in den Top 100 stünden. Mir ist wichtig, dass ich mich steigere und international weiter nach vorne komme.

Ist der Daviscup ein Thema?
Natürlich. Ich bin ja jetzt als Sparringpartner – wie auch der Marco Mirnegg – eingeladen. Aber ich würde gerne auch spielen, klar.

An dieser Stelle möchte ich noch loswerden, dass meine neue Website in ein bis zwei Wochen online geht. Es ist ein Dankeschön an meine Fans – denen möchte ich etwas zurückgeben.

Interview: Peter Robic




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