Starace wartet in Sopot auf Koubek

Nach der starken Vorstellung in der Höhenlage von Kitzbühel übersiedelt Stefan Koubek an die polnische Ostseeküste.

Er ist Italiener, Rechtshänder mit beidhändiger Rückhand, seit Kurzem 24 Jahre alt, stand im April auf einem Career High von 60, derzeit führt ihn der ATP-Computer knapp über Platz 90: Potito Starace ist Stefan Koubeks Erstrundengegner beim mit 404.000 Euro dotierten Turnier von Sopot in Polen, dessen Setzliste Paris-Finalist Mariano Puerta vor Gaston Gaudio und Guillermo Coria anführt. Vor einem Jahr holte im Urlaubsort an der polnischen Ostseeküste übrigens Rafael Nadal seinen ersten Titel auf der ATP-Tour.

Auf Sand am stärksten
Auf jedem anderen Bodenbelag wäre Koubek gegen den italienischen Daviscupper (beachtliche Bilanz: 7:0) wohl klarer Favorit – auf Sand erwartet den Kärntner jedoch eine knifflige Aufgabe: Der Sandplatz-Spezialist hat zuletzt in Umag gegen David Ferrer knapp in drei starken Sätzen verloren, davor in Stuttgart Frankreichs Jungstar Gael Monfils klar beherrscht und Tommy Robredo über drei Sätze gefordert, in Gstaad Jiri Novak und Feliciano Lopez geschlagen. Auch Nicolas Lapentti und Carlos Moya stehen schon auf der Sand-Abschussliste von Starace im Jahr 2005.

Koubek und die Italiener
Mit Sopot verbinden Koubek die Erinnerungen an einen Vorjahres-Sieg über den Franzosen Paul-Henri Mathieu und eine folgende Niederlage gegen den Tschechen Jiri Vanek. Auf Starace trifft Koubek erstmals, kein allzu gutes Omen allerdings ist seine Bilanz gegen Italiener: kürzlich in Gstaad unterlag er Seppi, im Vorjahr dessen Landsmännern Sanguinetti und Dell’Acqua, davor bereits Volandri. Der letzte Sieg des Bresnik-Schützlings gegen einen Italiener wurde gegen Giorgio Galimberti errungen und ist zwei Jahre her: Er stammt von den US Open 2003.

Auftakt für heißen Herbst
Vor Kitzbühel hat Koubek 2005 aus bekannten Gründen erst 48 Punkte gemacht, das Achtelfinale der Generali Open brachte 25 Zähler dazu. Koubek steht in Sopot also mit einem Blick auf das Ranking bereits unter Druck, hat er doch bis Jahresende beinahe sein komplettes Konto von rund 450 Punkten zu verteidigen, etwa 400 Punkte sind zum Überwintern unter den Top 100 nötig – und rund zwei Drittel der Saison sind bereits Vergangenheit.

sw




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