Köllerer und Koubek weiter, Hipfl ausgeschieden
Nach dem klaren Sieg von Stefan Koubek schaffte zu guter Letzt auch Daniel Köllerer in Kitzbühel den Sprung in die zweite Runde. Der Welser bezwang den Tschechen Michal Tabara in drei Sätzen.

Österreich ist erstmals seit 2001 wieder mit vier Spielern in der zweiten Runde der Generali Open in Kitzbühel vertreten. Nach Oliver Marach, Jürgen Melzer und Stefan Koubek ist zu guter Letzt auch Daniel Köllerer weiter. Der Welser fügte in einem packenden Kampf dem Tschechen Michal Tabara mit 7:6 (4), 3:6, 6:4 die siebente Auftaktniederlage in Folge zu.
Geradewegs ins Tiebreak
Nach schlechtem Start, die aktuelle ATP-Nummer 111 aus Uherske Hradiste, machte die ersten sechs Punkte, konnte sich kein Spieler Breakchancen erspielen. Im logischen Tiebreak war dann Crazy Däni der bessere und verwertete zum 7:4 seinen ersten Breakball. Auch im zweiten verschlief Österreichs Nummer vier den Start. Diesmal war es jedoch bitterer denn das Break zum 0:1 konnte Daniel nicht mehr wettmachen. Bei 3:4 vergab er seine einzigen Breakmöglichkeiten, zum 3:6 musste die aktuelle Nummer 215 der Welt den zweiten Aufschlagverlust hinnehmen.
Köllerer aufschlagstark
Im entscheidenden Satz gelang Köllerer das entscheidende Break zum 2:1 welches er sich nicht mehr nehmen ließ. Beim ersten Matchball servierte der 21-Jährige zwar einen Doppelfehler, den zweiten verwertete er jedoch nach über zwei Stunden unter dem Jubel der durchaus zahlreich erschienenen Fans.
"Andiamo, Allez, Vamos"
In mehreren Sprachen pushte sich Köllerer zum Sieg, nach dem Match war er sichtlich zufrieden:"Vorallem auf meinen Aufschlag bin ich heute stolz. Beim Grundlinienspiel muss sich jedoch noch einiges verbessern, wenn ich gegen Nicolas Massu bestehen will."
KOUBEK - ARMANDO
Erster Koubek-Sieg seit April
Stefan Koubeks Niederlagen-Serie hat beim Heimturnier in Kitzbühel sein Ende gefunden. Seit April (Qualifikation Monte Carlo) hieß es auf der Tour nicht mehr "Game, Set, Match Koubek". Der 28-Jährige schlug in Runde eins den amerikanischen Qualifikanten Hugo Armando 6:4 und 6:2.
Ein Break genügt
Im ersten Satz brach Koubek den Aufschlag des 27-Jährigen zum 2:1, was zugleich die Entscheidung bedeutete. Auch in Durchgang zwei gelang Koubek ein frühes Break, Armando hatte nichts mehr hinzuzusetzen. Nach dem klaren Auftakterfolg trifft der Kärntner nun auf den in Kitz an zwölf gesetzten Belgier Christophe Rochus.
Nur gute Erinnerungen
Dreimal kreuzten Koubek und Rochus auf der Tour bislang die Rackets, 1999 in Atlanta sowie 2003 in Wimbledon und beim Daviscup. Alle Spiele endeten mit klaren Siegen Koubeks, wobei aber nicht außer Acht zu lassen ist, dass sich der Belgier 2005 schon des öfteren in großer Form präsentierte, wie die drei Semifinaleinzüge in Scottsdale, Hamburg und St. Pölten verdeutlichen.
HIPFL - VEMIC
Hipfl mit Comeback-Niederlage
Markus Hipfl machte heute beim Österreicher-Großkampftag den Anfang. Der mit einer Wildcard bedachte Welser musste sich dabei dem serbischen Qualifikanten Dusan Vemic, der nun der Zweitrundengegner von Jürgen Melzer ist, mit 3:6, 6:1, 3:6 geschlagen geben.
Illustres Match
Die Partie war, hauptsächlich aufgrund der kreativen Spielweise von Vemic, von Beginn weg zwar eher niveauarm aber doch unterhaltsam. Der Serbe spielte auf Hipfls erste Aufschläge Stop-Lob, returnierte ein paar Mal mit links und streute immer wieder Vorhand-Slice-Bälle ein.
Guter Start
Hipfl startete gleich mit dem Break und lag im ersten Satz mit 2:0 voran. Danach machte jedoch die 29-jährige aktuelle ATP-Nummer 217 vier Games in Folge und holte sich Satz eins mit 6:3. Im zweiten Durchgang drehte Hipfl bei 1:1 ein 0:40 noch um und holte sich mit einem lauten "Come on!" seinerseits das Break zum 3:1. Ein weiteres folgte, der Satz ging mit 6:1 an den Oberösterreicher.
Ein Break entscheidet
Im letzten Satz verwertete Vemic bei 2:1 seinen fünften Breakball zum 3:1, vereitelte gleich im Anschluss die Breakmöglichkeit des nicht ATP-gereihten Leitgeb-Schützlings und servierte danach souverän aus.
"Ich hab alles gegeben"
"Es war wunderbar für mich wieder hier zu spielen. Ich habe 100 Prozent gegeben und alles versucht. Mein Ziel ist es nun nächstes Jahr hier in Kitzbühel ohne Wildcard im Hauptbewerb zu stehen," so Hipfl nach dem Match.
"Der spielt einfach irgendwas"
Jürgen Melzer zu seinem ersten Gegner in Kitzbühel 2005:" Er gibt einem einfach keinen Rhythmus. Entweder man hat vorher schon einen oder man braucht keinen. Der spielt einfach irgendwas. Für mich ist es ein Vorteil, dass es heuer kühler ist, da springen die Bälle nicht so extrem hoch ab."
Mittwoch wieder Österreicher-Tag
Morgen sind im Casino Stadion, dem Center Court in Kitzbühel, wieder vier heimische Cracks im Einzel zu bewundern. Dazu kommen Julian Knowle und Jürgen Melzer im Doppel, deren Match gegen Arnold/Puerta bei 3:6, 2:3 abgebrochen wurde. Außerdem spielen die Doppel-Staatsmeister Max Raditschnigg/Patrick Schmölzer gegen Stefan Koubek und Phlipp Kohlschreiber.
Der Spielplan für Mittwoch:
11:00 Uhr
Nikolay Davydenko - Mariano Zabaleta
followed by
Daniel KÖLLERER - Nicolas Massu
nicht vor 15:00 Uhr
Oliver MARACH - Fernando Gonzalez
followed by
Stefan KOUBEK - Christophe Rochus
Night Session ab 20:00 Uhr
Jürgen MELZER - Dusan Vemic
Peter Brandhofer und Christoph Gastinger aus Kitz
Die tennisweb.at-Ergebnisse aus Kitzbühel:
Herren-Quali
Herren
Herren-Doppel
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