Palmanshofer gewinnt Wieselburger "Tiebreak-Shootout"

Wegen sintflutartiger Regenfälle wurden im Semi und Finale der Herren nur Tiebreaks gespielt. Für Crazy Däni war im Halbfinale Endstation, Remis siegte ungefährdet.

"Der Autobahnabschnitt zwischen Ybbs und Melk ist derzeit wegen starker Unwetter nicht befahrbar," lautete die Ansage in den Nachrichten um 15:00 Uhr. Kurz davor wurde die erste Halbfinalpartie der Herren auf dem inzwischen zum vierten Mal präparierten Center Court des TC-VB Wieselburg abgebrochen. Wie in der zweiten und dritten Runde musste wieder in die Melker Halle ausgewichen werden.

Spieler, Veranstalter und Schiedsrichter sind sich einig
Aufgrund der Zeitnot und der schlechten Witterung einigten sich die Protagonisten nun zu einer unkonventionellen Notlösung: Nachdem auch die Viertelfinalis erst am Montag-Vormittag ausgetragen wurden, kam der anwesende Fasching-Coach Michael Oberleitner auf die zündende Idee, Halbfinale und Endspiel als "Tiebreak-Shootout" auszutragen. Schlussendlich waren sich alle einig, um noch vor den späten Abendstunden einen Sieger zu finden, wurde nur mehr auf drei gewonnene Tiebreaks gespielt.

Palmanshofer serviert sich zum Sieg
Favorit Daniel Köllerer gab im Semi gegen Stefan Hirn nach 2:0 Tiebreakführung und Satzball für Brain auf, da er zu Beginn des dritten Tiebreaks überknöchelt hatte. Christoph Palmanshofer schlug in der unteren Hälfte zunächst Andreas Fasching in vier, danach bezwang der Amstettner Lokalmatador auch den Vorjahresfinalisten Hirn mit 3:1. Übrigens: 2001 war Christoph schon mal beim Volksbank Kaiser Bier Open im Finale gestanden. Damals unterlag er Marko Neunteibl zweimal im Tiebreak ...

Remis lässt nichts anbrennen
Der Damenbewerb konnte den normalen Regeln entsprechend über die Bühne gebracht werden. Die topgesetzte Staatsmeisterin Nicole Remis ließ zunächst im Semifinale der Vorjahresfinalistin Susanne Six nur ein Game. Im Finale schlug die 25-jährige Stockerauerin Titelverteidigerin Barbara Hellwig mit 6:4, 6:1.

"So etwas haben wir noch nie erlebt"
"Wir haben ja inzwischen schon einige Routine, aber gegen so ein Wetter ist man machtlos. Heuer konnten wir das Finale erstmals nicht auf unserer Anlage austragen," resümierte der niedergeschlagene Turnierleiter Manfred Gruber. Die vier Semifinalisten waren sich einig: "Nur mehr Tiebreaks zu spielen war nach dem ewigen Hin und Her zwischen Wieselburg und Melk die beste Lösung. Und die Veranstalter haben sich wenigstens etwas Geld für die Halle erspart."

pb


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