Face to Face: Fankhauser vs. Haider-Maurer

Johann-Georg Fankhauser schlug Mario Haider-Maurer beim Fragensteinturnier in Zirl in drei Sätzen.

Ein Match - zwei Meinungen. tennisweb.at lässt die Kontrahenten zu einem Match Stellung nehmen. Wie unterschiedlich können die Meinungen zweier Spieler zum gleichen Duell sein?

Die Nummer zwei des 8. Fragensteinturniers in Zirl konnte den topgesetzten Mario Haider-Maurer in drei Sätzen in die Schranken weisen.

Geht das Ergebnis in Ordnung?
Johann-Georg: Ja, denk ich schon.
Mario: Ja, ich glaub schon. Ich hab einen wirklich guten ersten Satz gespielt und fast keine fehler gemacht. Im Zweiten und Dritten war Fanki besser. Ich war vor dem Turnier eine Woche krank, am letzten Tag der Staatsmeisterschaften hab ich mir die Grippe eingefangen, so fehlte mir schlussendlich die nötige Kraft.

Was waren die Big Points?
Johann-Georg: Die Matchentscheidung war im Dritten bei 4:3. Ich lag ja schon 4:1 vorne, dann hat er mich zurückgebreakt. Bei 4:3 hatte ich so eine Art Hungerast und nahm mir eine 3-minütige Auszeit. Auch Mario war etwas angeschlagen, ich glaube er hatte eine Verletzung am Oberschenkel. Ich holte mir dann das für mich wichtigste Spiel zum 5:3. Dann wurden neue Bälle ausgegeben und ich hab die Partie gut heimgespielt.
Mario: Meiner Meinung nach das erste Game im dritten Satz – nach 00:30 bei Fanki´s Aufschlag hab ich meine Chancen vergeben. Später hab ich noch von 1: 4 auf 3:4 aufgeholt. Leider hat wie gesagt die Kraft gefehlt, im Dritten hab ich dann auch schon immer wieder Krämpfe bekommen.

Wirst du im nächsten Match gegen Mario/Johann-Georg etwas anders machen?
Johann-Georg: Nicht wirklich.
Mario: Ich werde geduldiger spielen, und wenn die Chance da ist, Druck machen. Für das Finale war ich außerdem zu wenig fit, da ich im Halbfinale gegen Manfred Riess schon ziemlich zu kämpfen hatte.

Hast du im Finale dein bestes Tennis gespielt?
Johann-Georg: Zeitweise. Vor allem die zwölf Games von 3:6 bis zum 4:1 im Dritten. Dann war die Partie sehr ausgeglichen und immer an der Kippe.
Mario: Im ersten Satz wars schon sehr gut, im zweiten und dritten hab ich dann wegen der fehlenden Kraft, zu viel riskiert.

Hat dein Gegner im Finale deiner Meinung nach sein bestes Tennis gespielt?
Johann-Georg: Wir können beide noch besser spielen, denk' ich. Im Ersten hat er aber extrem stark gespielt, recht viel besser geht es nicht. Dann ist er etwas eingebrochen.
Mario: Fanki hat überhaupt das ganze Turnier super gespielt. Ich war überrascht von seinem offensiven Spiel, er hat echt viel Druck erzeugt. Ich glaube alles in allem war es ein super Finale.

Was hat der Sieger richtig gemacht?
Johann-Georg: Ich würde sagen, ich hab einfach um die Spur mehr Glück gehabt. Die letzten Games im Dritten waren nur mehr ein Fight. Auf dem tiefen Boden hatten wir viele lange Rallyes, bei den entscheidenden Punkten war ich einfach der Glücklichere.
Mario: Im Endeffekt hat Georg weniger Fehler gemacht, er war fitter. Ich war nicht in der Lage die langen Rallyes mitzugehen.

Mit welchen Erwartungen bist du eigentlich ins Turnier gegangen?
Johann-Georg: Ich wollte den Titel in Zirl verteidigen. Mit dem Finaleinzug hab ich schon gerechnet, im Finale war es dann eine 50:50-Chance.
Mario: Ich wollte wieder gutes Tennis spielen, mein Ziel war das Endspiel. Respekt hatte ich auch vor Manfred Riess, und vor dem Finale hab ich befürchtet, dass es eine ganz enge Partie wird. Und eng war's dann auch.

Interviews: Michael Kirner




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