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Staatsmeisterschaften: Duell der Jungstars im Semi
Melanie Klaffner verabschiedete Eva-Maria Hoch im Viertelfinale. Bei den Herren rastete Daniel Köllerer, klar in Führung liegend, aus.

Wie ausgewechselt präsentierte sich Melanie Klaffner heute bei den Staatsmeisterschaften in Gmunden. Gestern hatte sie den ersten Satz im Viertelfinale gegen Veronika Sepp im Tiebreak gewonnen, heute hängte sie der Tirolerin ein 6:0 an. Im Match gegen die Titelverteidigerin Eva-Maria Hoch spielte Klaffner dann aber erstrecht groß auf. Sie gewann den ersten Durchgang mit 7:5, führte im zweiten 3:0, als Hoch wegen Verdachts auf Muskelfaserriss im Oberarm aufgab. Klaffner überzeugte vor allem mit ihren Passierbällen und unglaublicher Kampfkraft. "Ich bin so glücklich, ich habe sicher eine meiner besten Partien überhaupt gespielt", meinte die Oberösterreicherin, die nach dem Match ihrer Mutter und ihrem Coach Hermann Fiala mit Tränen in den Augen in die Arme fiel.
Bartenstein gegen Klaffner im Joungstar-Duell
Anna Bartenstein ist die Gegnerin von Melanie im Semi. Bartenstein ist als Nummer 127 der ITF-Jugendrangliste Österreichs zweitbeste Jugendspielerin, Klaffner als Nummer 197 die Nummer vier. Die Wahl-Amerikanerin, die in der Nick Bolletieri-Academy trainiert, fegte mit 6:3, 6:2 über die an drei gesetzte Marielle Weihs hinweg. "Ich hab gut gespielt, viel Druck gemacht und wenige Fehler. Ich war optimal auf Marielle eingestellt; es hilft sicher, dass mein Coach mit mir hier ist." Gegen ihre Doppelpartnerin rechnet sich Anna gute Chancen aus: "Zuletzt haben wir vor Jahren im Finale der U14-Meisterschaften gegeneinander gespielt, da hab ich glatt gewonnen. Ich bin sicher auch hier die Favoritin." Im Oberen Ast matchen sich die Nummer eins Nicole Remis und die Nummer sechs Susi Six um den Finalplatz. "Ein Riesenerfolg für mich, es ist mein erstes Semi bei den Staats", so Susi, die sich nach eigenen Angaben bereits am Ende ihrer Tenniskarriere befindet und ihren Erfolgslauf auf Routine, Selbstvertrauen, Kondition und mentale Stärke zurückführt …
Köllerer zuckt trotz 6:3, 4:0-Führung aus
Daniel Köllerer steht im Semi der Staatsmeisterschaften; der Welser schlug Max Raditschnigg heute mit 6:3, 6:2. Bis zum 4:0 im Zweiten für Köllerer war es die sicherlich ruhigste Partie des Enfant Terribles, dann folgte aber der Eklat: Raditschnigg schlug einen Ball absichtlich vom Platz, erhielt dafür keine Verwarnung von Schiedsrichter Herzog. Köllerer forderte eine Rüge: "Du weißt, was ich jetzt hören will!" Diese erfolgte nicht, Crazy Däni rastete aus: "Verficktes Österreich! Wenn ich das mach', bekomm ich gleich ein Warning." Daraufhin Köllerer zum Schieri: "Willst du wissen, was du bist?" Herzog: "Lieber nicht." Nach einer langen Unterbrechung (die Zuschauer forderten: "Haut's auße, den Noarn!") spielten die Akteure dann weiter – 5:0. Raditschnigg wurde von Köllerer zum Balljungen degradiert, die Nummer 239 der ATP-Rangliste forderte bei eigenem Service immer alle Bälle. Der Steirer machte aber noch zwei Games, ehe der Welser dann zum 6:2 ausservierte. Anschließend feuerte er einen Ball in Richtung Publikum in den Wald. Unter Pfiffen und Buh-Rufen, feierte er sich und ging zum Handshake.
Magenkranker Eitzinger gegen Fußkranken Schiessling
Köllerers Gegner ums Finale ist Routinier Herbert Wiltschnig. Der Staatsmeister von 1995 und 2002 lieferte sich mit der Nummer drei Marko Neunteibl einen hochklassigen Kampf. Lange Rallyes bei denen zumeist Wiltschnig das bessere Ende für sich hatte charakterisierten die 7:5, 7:5-Partie. Der 29-jährige Kärntner war der sicherere Spieler, Neunteibl probierte viel – Stopps, Winner – doch ihm gelang zu wenig. Auch im Semi stehen Titelverteidiger Thomas Schiessling, der Rainer Falenti 6:2, 6:3 schlug, und Rainer Eitzinger (2). Der ÖTV-Kaderspieler konnte seinen ehemaligen Südstadt-Kollegen Markus Egger mit 7:5, 6:1 in die Schranken weisen. Eitzinger war trotz Magenproblemen der fittere Spieler, holte einen 3:5, 15:30-Rückstand noch auf und war dann souverän. Schiessling ist aber auch nicht zu 100 Prozent fit, eine offene Zehe macht ihm zu schaffen.
Aus Gmunden: Peter Robic
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