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"Wenn Jürgen spielt, ist Volksfest"
Morgen geht's in der Superliga wieder los. Der Topstar ist Jürgen Melzer vom TC Deutsch Wagram. Aber Favorit auf den Titel ist man auch mit der heimischen Nummer eins nicht.

Die knapp 500 Zuschauer sind begeistert. Es herrscht Volksfeststimmung im gut 6000 Einwohner zählenden Deutsch Wagram. Superstar und Lokalmatador Jürgen Melzer führt seinen TC zu einem Heimsieg und somit in das obere Playoff. Das ist die Wunschvorstellung von Mannschaftsführer Heribert Elias, doch "ob Jürgen zumindest einmal spielen kann, wird sich erst entscheiden. Es wäre natürlich sehr wichtig, wenn er spielt ist Volksfest bei uns."
Gibt es heuer einen Absteiger?
Beim TC Deutsch Wagram ist man zuversichtlich, heuer den Abstieg aus eigener Kraft verhindern zu können. Im Vorjahr hat man bekanntlich nur wegen der Auflösung von Copacabana Graz die Klasse gehalten. Als Abstiegskandidat Nummer eins wird traditionell der UTC Stockerau gehandelt. Der BMTC und der Altmannsdorfer TC sind für Elias "nicht so stark, aber wegen der vielen genannten Ausländer nur schwer auszurechnen." Beim Vorjahres-Letzten will man mit den fix spielenden Boris Borgula und Martin Stepanek die Abstiegsgefahr bannen.
Altmannsdorf: Klassenerhalt statt Platz 3
In Altmannsdorf hat man mit fünf Ausländern die meisten in der Mannschaftsliste. Nur Yuri Schukin ist fix, man muss sich also im Gegensatz zum letzten Jahr (Platz 3) eher nach unten orientieren. Ob der Gruppenmodus jeder gegen jeden, ohne Playoff auch auf die Herren-Superliga zu übertragen sei, meinte der Altmannsdorfer Mannschaftsführer Erich Harand: "Ich befürworte unseren Modus so wie er ist. Wenn man gute Ausländer in der Superliga sehen will, muss man die Meisterschaft in einer Woche spielen. Würde es länger dauern, kann man sich die Spieler, die dann auf mehrere Turniere verzichten müssten, nicht mehr leisten."
Alles happy in Kärnten
"Wir haben zweimal die Woche Mannschaftstraining, alle sind gut in Form und für die Liga perfekt vorbereitet. Es herrscht Aufbruchsstimmung im Süden Österreichs, vom Match gegen den BMTC wird es auch eine Fernsehübertragung auf ORF-Kärnten geben", so gibt sich Mannschaftsführer Horst Skoff euphorisch. Das Ziel des Aufsteigers lautet "nicht absteigen", Skoff selbst wird der Sportunion Klagenfurt dabei als Coach zur Verfügung stehen: "Ich werde nicht spielen, sondern auf der Bank sitzen, zuschauen und anfeuern."
Titel wieder nach Oberösterreich?
Steyr hat mit Neuzugang Oliver Marach, Lukasz Kubot, Daniel Köllerer, Zbynek Mlynarik und Jan Minar gleich fünf ATP Top 300-Spieler und somit den von der Papierform her stärksten Kader. Mannschaftsführer Robert Groß zur Aufstellung: "Bei Marach haben wir eine lockere Vereinbarung, aber alle anderen sind immer fix dabei. Am meisten freue ich mich auf das Heimspiel am Sonntag gegen Stockerau. Da spielen auch die Kornspitz-Damen zuhause, ich hoffe auf 500 bis 1000 Zuschauer." Bei Titelverteidiger ULTV Linz scheint Markus Hipfl statt Johannes Ager in der Mannschaftsliste auf. Mit Marko Neunteibl, Marco Mirnegg, Ingo Neumüller und Co. bleibt das Gros der Meistermannschaft von 2004 unverändert.
GAK auch ohne Marach stark
"Wir wollen wieder ins obere Playoff und dann natürlich auch um den Titel mitspielen", gibt der Mannschaftsführer von Vorjahresfinalist GAK, Michael Ruckenstuhl, die Marschroute vor. Die vorjährige Nummer zwei Oliver Marach spielt aus disziplinären Gründen heuer nicht mehr in Graz: "Er hat im Vorjahr irgendeinen Future, den er im Prinzip jede Woche spielen kann, dem Superliga-Finale vorgezogen. Solche Spieler brauchen wir nicht." Mit Alex Peya, dem tschechischen Neuzugang Radim Zitko, sowie den Ex-Südstädtern Stefan Wiespeiner, Max Raditschnigg und Patrick Schmölzer ist man aber auch heuer kompakt besetzt. Und auf den Heimvorteil ist Verlass, beim GAK hat man nämlich "traditionell die meisten Zuschauer der Liga", wie Ruckenstuhl meint.
Peter Brandhofer
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