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Schade, Jürgen: Bitteres Aus in Runde drei
Jürgen Melzer konnte den argentinischen Sandplatz-Wühler Guillermo Coria leider nur im dritten Satz fordern.

Nach zwei klaren Siegen war gegen den Vorjahrsfinalisten leider Endstation: Jürgen Melzer unterlag dem Turnier-Favoriten Guillermo Coria klar mit 1:6, 1:6, 6:7. Chancen hatte der 24-jährige Niederösterreicher dabei nur im letzten Satz.
Unforced Erros en masse
Der Start hätte aus der Sicht des Deutsch-Wagramers nicht schlechter verlaufen können. Sein erstes Aufschlagspiel gleich zu Beginn des Matches konnte er zwar durchbringen, danach war Melzer jedoch chancenlos. Nach nur 27 Minuten und Breaks zum 2:1, 4:1 und 6:1 (dabei machte Melzer drei Doppelfehler) entschied Coria Satz eins locker für sich. Auf der Seite des österreichischen Daviscuppers standen am Ende 19 unerzwungene Fehler, bei seinen ersten Aufschlägen konnte er lediglich jede zweiten Punkt für sich entscheiden, bei den zweiten magere 21 Prozent.
Nur neun Punkte
Der zweite Durchgang verlief beinahe noch schlechter für Melzer. Erneut konnte er zwar sein erstes Aufschlaggame gewinnen, danach dominierte Coria einmal mehr. Zwei Breaks für den Argentinier später ging auch dieser Satz mit 6:1 an den Vorjahrs-Finalisten, ein Punkt-Verhältnis von 26:9 gegen Melzer sprach eine deutliche Sprache.
Verflixtes siebtes Break
Danach erlebte Melzer einen deutlichen Aufschwung, nahm Coria gleich den Aufschlag ab und stellte auf 2:0. Anschließend konnte er die Chance davonzuziehen jedoch nicht nutzen und bekam postwendend das Rebreak. Dann begann ein richtiggehendes Break-Festival, bei dem der Satz in beide Richtungen mehrmals entschieden schien. Die größte Chance auf den Satzgewinn hatte Melzer bei 5:4, als er bei Aufschlag der argentinischen Nummer eins zwei Satzbälle hatte - diese wehrte Coria allerdings mit Ass und Aufschlagwinner ab. Der Satz ging ins Tiebreak, das der Argentinier mit seinem variantenreicheren Spiel einmal mehr dominierte und mit 7:2 für sich entschied.
Zurück in die Top 40
Somit schaffte Österreichs Nummer eins bei seinem dritten Antreten in der französischen Hauptstadt zwar erneut eine Steigerung zum vergangenen Jahr - damals unterlag er in Runde zwei Lleyton Hewitt in vier Sätzen -, sein erstes Grand Slam-Achtelfinale konnte er jedoch erneut nicht erreichen. Zuletzt scheiterte er bereits bei den Australian Open 2004 und 2005 sowie bei den US Open 2004 an diesem Vorhaben. Dennoch lohnte sich das Antreten bei den French Open: Der Einzug in die dritte Runde bringt 36.140 Dollar Preisgeld und 75 Entry-Ranking-Punkte, die ihm in der Rangliste wohl wieder einen Top 40-Platz bringen.
Arnold/Garcia biegen tschechische Altmeister
Im Bewerb ist Jürgen Melzer nun nur noch im Doppel an der Seite von Julian Knowle vertreten. Dort zogen sie gestern kampflos in die dritte Runde ein, ihre italienischen Gegner Massimo Bertolini/Filippo Volandri gaben w.o. Erst am heutigen Samstag wurden die Gegner des ÖTV-Duos ermittelt: Dabei setzte sich etwas überraschend die argentinische Paarung Lucas Arnold/Martin Garcia gegen das routinierte tschechische Doppel Cyril Suk/Pavel Vizner knapp durch.
ap
Die tennisweb.at-Ergebnisse aus Paris:
Herren-Quali
Damen-Quali
Herren
Damen
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