St. Pölten: Melzer verpasst den Turniersieg knapp

3:6, 6:2, 4:6 - Trotz einer guten Leistung unterlag Lokalmatador Jürgen Melzer in St. Pölten dem Russen Nikolay Davydenko knapp in drei Sätzen.

Jürgen Melzer konnte auch im zweiten Finale seiner Karriere nicht gewinnen. Die österreichische Nummer eins unterlag im Finale des BTM Power Grand Prix in St. Pölten dem russischen Topgesetzten Nikolay Davydenko knapp mit 3:6, 6:2, 4:6.

Einziges Break entscheidet
Zwei Doppelfehlern gleich am Anfang zum Trotz - den Beginn in die Partie erwischte Melzer gut, versuchte den Russen unter Druck zu setzen und brachte auch den Stopp erfolgreich ins Spiel. Bei 2:2 dann die kleine Wende: Melzer kämpfte mit dem ersten Aufschlag, Davydenko agierte immer aggressiver und schaffte das erste Break des Matches. In der Folge hatte der Niederösterreicher zwar noch mehrere Chancen, dieses Break zurückzuholen, am Ende ging Satz eins aber mit 6:3 an Dadydenko.

Melzer kontert eindrucksvoll
Im zweiten Durchgang war dann Melzer der deutlich dominantere Spieler. Besonders mit dem Stopp schaffte er es immer wieder, den Rythmus des Russen zu brechen. Nur in Ausnahmefällen konnte Davydenko auf diesen effektiv antworten. Schnell lag der ÖTV-Daviscupper mit 2:1 und Break voran, bei 4:2 konnte er der Nummer 10 im Champions Race nach einer langen Rally sogar noch einmal den Aufschlag abnehmen. Nach einer Spielzeit von 1:30 Stunden glich Melzer aus - 3:6, 6:2.

Unglückliches Ende
Der Start in den Entscheidungsdurchgang verlief denkbar schlecht aus der Sicht des Lokalmatadors. Davydenko holte sich gleich das Break, führte schnell mit 3:0. Doch Melzer kämpfte zurück und konnte ausgleichen. In der Entscheidung wirkten beide überaus nervös, am Ende war der Russe jedoch der Glücklichere: Nach zwei abgewehrten Matchbällen holte sich Davydenko den Satz 6:4.

"Davydenko war der Glücklichere"
Melzer nach dem Match: "Natürlich bin ich im Moment sehr enttäuscht, weil ein 4:6 im dritten Satz sehr eng ist. Aber Davydenko war am Ende einfach der etwas Glücklichere und hat dadurch knapp gewonnen. Dennoch kann ich mit der Woche in St. Pölten sicher zufrieden sein, ein Finale ist ein sehr gutes Ergebnis."

Ein 26.000 Euro-Trostpflaster
Mit der heutigen Niederlage vergab Melzer die Chance, als erst dritter Spieler ein Heimturnier zu gewinnen. Dennoch erhält der Deutsch-Wagramer immerhin 26.000 Euro für das Erreichen des Endspiels, 120 Punkte für die ATP-Entry List werden ihm ebenso gutgeschrieben. Dadurch wird sich der bald 24-Jährige im Ranking wieder etwas steigern können und sich etwa auf Rang 45 einreihen.

ap


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