French Open: Fünf Herren hoffen auf drei Siege

Dienstag startet in Roland Garros die Herren-Quali für die French Open. tennisweb.at mit einem Blick auf die Hauptbewerbs-Chancen von Peya, Köllerer, Marach, Eschauer und Mlynarik.

128 Herren kämpfen in Paris ab morgen, Dienstag, um die acht letzten freien Plätze im Hauptbewerb des zweiten Grand Slam-Turniers des Jahres - drei Siege sind also zum Aufstieg ins elitäre 128er-Feld nötig. Fünf der 128 Aspiranten sind Österreicher, sie wissen seit dem späten Montag Abend ihre Erstrunden-Gegner. tennisweb.at weiß sie auch.

Alex Peya - Tomas Behrend (GER)
Das ist hart: Alex, der bisher eine durchwachsene Saison hat, trifft zu Beginn auf die Nummer drei der Quali, den soliden deutschen Routinier Tomas Behrend. Der sechstbeste Deutsche im ATP-Ranking steht auf Platz 91, hat erst vor Kurzem in Olbia einen starken Challenger gewonnen - Alex geht als klarer Außenseiter in das Duell, dessen Sieger auch in den beiden folgenden Quali-Partien Favorit sein sollte.

Daniel Köllerer - Flavio Saretta (BRA)
Flavio Saretta stand vor knapp zwei Jahren in den Top 50, jetzt rund hundert Plätze dahinter. Der brasilianische Daviscupper, Nummer 19 der Quali in Roland Garros, spielt beständig auf der Challenger-Tour - beständiger als zuletzt der Welser, der seinen in St. Pölten gezeigten Aufwärtstrend fortsetzen muss, um Runde zwei zu erreichen, wo der Finne Ketola oder der Argentinier Guzman wartet.

Oliver Marach - Gregory Carraz (FRA)
Auch Olli erwischte einen Gesetzten: Carraz ist die Nummer zehn der Quali. Der 30-jährige Franzose hat allerdings keine besonders gute Saison: Nur fünf seiner 16 bisherigen 2005er-Partien gewann er, auf Sand war keine dabei. Sand scheint übrigens nicht wirklich Carraz' liebster Belag zu sein: Den letzten Sieg darauf konnte er im April 2003 verbuchen - also vor über zwei Jahren. Oliver hat gute Chancen, auf den Sieger der nächsten Partie im Raster zu treffen, und diese lautet ...

... Werner Eschauer - Matias Boeker (USA)
Matias Boeker ist 24 Jahre alt und reist nicht gern über den Ozean. Der US-Amerikaner spielte zuletzt anlässlich der Wimbledon-Quali 2004 in Europa, sonst bestreitet er bunt gemischt Turniere in den USA (von Future- bis ATP-Tour-Ebene) und unternimmt ausgewählte Abstecher nach Kanada oder Südamerika. In Paris erreichte Boeker vor einem Jahr die zweite Quali-Runde. Gegen Österreicher hat er nach Niederlagen gegen Mlynarik (2004), Melzer (2004) und Pampoulov (2002) eine 0:3-Bilanz. Eine lösbare Aufgabe für Werner.

Zbynek Mlynarik - Harsh Mankand (IND)
Das wird nicht die Auseinandersetzung zweier endgültiger Sandplatzspezialisten: Über "Spins" beschränkte Liebe zum langsamsten aller Beläge weiß man Bescheid, und auch Indiens Nummer eins liebt etwa den Hartplatz durchaus mehr. Harsh Mankands größter Erfolg auf Sand ist nicht allzu lange her, da siegte er in seiner Heimat bei einem Future, davor tummelte er sich etwa auf britischen Hardcourts beim dortigen Satellite. Der Sieger dieser Erstrundenpartie könnte also durchaus Zbynek Mlynarik heißen - als Zweitrundengegner wartet aber voraussichtlich Kristof Vliegen aus Belgien, was wohl eine Ausnahmeleistung zum Aufstieg ins Quali-Finale nötig machen würde.

ap


Die tennisweb.at-Ergebnisse aus Paris:
Herren-Quali



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