Face to Face: Neumüller vs. Holzmann

Ingo Neumüller schlug Thomas Holzmann im Finale der OÖTV-Landesmeisterschaften in Freistadt.

Ein Match - zwei Meinungen. tennisweb.at lässt in einer Serie zwei Kontrahenten zu einem Match Stellung nehmen. Wie unterschiedlich können die Meinungen zweier Spieler zum gleichen Duell sein?

Der topgesetzte Ingo Neumüller besiegte im Finale der OÖTV-Landesmeisterschaften in Freistadt den auf Acht gesetzten Thomas Holzmann mit 6:3, 6:3.

Geht das Ergebnis in Ordnung?
Ingo: Ja das geht in Ordnung. Es war zwar wegen des Windes und der Kälte relativ schwer zu spielen, aber es war ein klarer Sieg.
Thomas: Im Großen und Ganzen schon. Er hat seine Chancen einfach besser genützt.

Was waren die Big Points?
Ingo: Es hat nicht wirklich Big Points gegeben. Wenn es etwas knapper geworden ist, hab meistens ich die Punkte gemacht und war so immer vorn. Am ehesten noch bei 2:2 im ersten als ich einen Breakball abwehren musste.
Thomas: Im ersten Satz hatte ich einige Breakbälle, die hab ich nicht gemacht.

Wirst du im nächsten Match gegen Thomas/Ingo etwas anders machen?
Ingo: Nein, dafür gibt’s eigentlich keinen Grund.
Thomas: Beim Ingo muss man auf seine Vorhand aufpassen. Wir haben schon sehr oft gegeneinander gespielt, viel würde ich auch nächstes Mal nicht anders machen.

Hast du im Finale dein bestes Tennis gespielt?
Ingo: Nein, sicher nicht. Ich hab heuer noch kein einziges Mal selbst trainiert, sondern gebe nur Stunden in der Junior Tennis School. Die Verhältnisse haben auch kein optimales Spiel zugelassen.
Thomas: Nein. Die Bedingungen waren nicht einfach, die Plätze waren tief, es war windig. Aber im Rahmen der Möglichkeiten war es okay.

Hat dein Gegner im Finale deiner Meinung nach sein bestes Tennis gespielt?
Ingo: Auch er kann sicher noch zusetzen. Thomas ist jetzt das letzte Monat beim Bundesheer und konnte deshalb auch nicht so viel trainieren.
Thomas: Definitiv nicht. Aber wie gesagt, mehr war wahrscheinlich nicht möglich.

Was hat der Sieger richtig gemacht?
Ingo: Ich war der konstantere Spieler. Außerdem hab ich doch mehr Varianten drauf und spiele in den wichtigen Situationen meist die richtigen Bälle.
Thomas: Er war abgeklärter. Ich weiß nicht warum, aber er hat immer wenn es drauf ankam auch die Punkte gemacht.

Mit welchen Erwartungen bist du eigentlich ins Turnier gegangen?
Ingo: Mein Ziel war natürlich der Turniersieg.
Thomas: Eigentlich wollte ich nur ein paar Matches im Freien haben, als Vorbereitung für die St. Pölten-Quali. Nach der Absage von Stefan Hirn war das Finale schon mein Ziel.

Interviews: Peter Brandhofer/Peter Robic




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