Österreich hofft auf Jiri & Radek

Österreich fiel nach der Niederlage in Australien in der Daviscup-Rangliste um 3 Plätze auf Rang 16 zurück.

Erst Montag Früh mitteleuropäischer Zeit ging das Duell zwischen Kroatien und den USA vorbei, mit dem bekannten überraschenden Ausgang. Am selben Tag brachte die ITF die neue Daviscup-Rangliste heraus - sie ist kein Anlass für österreichischen Optimismus hinsichtlich einer Setzung bei der Auslosung zum Weltgruppen-Playoff.

Spanien führt, Österreich verliert drei Plätze
In der neuen Rangliste gibt es zahlreiche Verschiebungen, nur der Spitzenreiter blieb mit den Spaniern (trotz der Niederlage gegen die Slowakei) derselbe. Auf Platz zwei finden sich nun die Australier, den dritten Rang belegt Frankreich. Dahinter liegt mit den Vereinigten Staaten bereits die erste Relegations-Nation. Die Österreicher rutschten um drei Positionen auf Platz 16 zurück.

Sextett als fixe Gesetzte?
Für die Setzung beim Playoff wird nicht nur das aktuelle Ranking herangezogen, auch die Resultate der Spitzenspieler der jeweiligen Nationen sowie deren Engagement im Bewerb um die "hässlichste Salatschüssel der Welt" – alles über einen Zeitraum von vier Jahren – sind wichtig. Sechs Nationen scheinen ihre Setzung im Playoff bereits fix zu haben: Spanien, die USA, die Schweiz (trotz der Federer-Absage für 2005), Weißrussland, Schweden und Tschechien.

Österreich als eine von zwei "Restnationen"?
Noch zwei Plätze bleiben übrig - um diese matchen sich wohl die Chilenen, Briten und Deutschen mit den Österreichern. Viel spricht jedoch nicht für das heimische Team, vor allem die Traditions-Mannschaft aus Großbritannien dürfte dank einer großen Lobby ebenfalls das Gesetzten-Ticket sicher haben. Im Match um den letzten Slot wird's ebenso schwierig: Die Chilenen liegen in der Daviscup-Rangliste vor dem ÖTV, auch die chilenischen Aktiven liegen in der Entry List besser als Jürgen Melzer und Co. Stimmt diese Rechnung, stehen sowohl Österreich als auch Deutschland am Ende als Ungesetzte da - was als Playoff-Gegner einen schweren Brocken zur Folge haben dürfte.

Hoffnung auf Heimspiel gegen Tschechien
Ist also Österreich bei der im Mai in London stattfindenden Auslosung wirklich - wie zu erwarten - ungesetzt, steht mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Auswärtsspiel an. Die härtesten Lose wären wohl Spanien, Schweden oder Chile in fremden Gefilden, fix zu Hause würde es nur gegen die Amerikaner und Tschechen gehen. Letztere avancieren damit wohl zum Wunschgegner der heimischen Equipe, wobei auch diese mit Radek Stepanek und Jiri Novak auch zwei Top 30-Spieler aufbieten. Gegen die Weißrussen würde das Los über die Platzwahl entscheiden, da dies die erste Begegnung gegen das Team mit dem Doppel-Hünen Max Mirnyi wäre. Auch gegen die Chilenen besteht eine 50-prozentige Chance auf ein Heimspiel - die letzte Begegnung fand 1959 in Wien statt und ist für die Vergabe des Heimrechts "verjährt", es muss also auch in diesem Fall das Los entscheiden.

ap




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