Face to Face: Haider-Maurer vs. Krenn

Teil 22 Mario Haider-Maurer schlug Christoph Krenn im Finale des Appel Cups in Deutsch-Wagram.

Ein Match - zwei Meinungen. tennisweb.at lässt in einer Serie zwei Kontrahenten zu einem Match Stellung nehmen. Wie unterschiedlich können die Meinungen zweier Spieler zum gleichen Duell sein?

Der topgesetzte Mario Haider-Maurer besiegte im Finale des Appel-Heizungsprofi-Cups beim TC Deutsch-Wagram Christoph Krenn mit 5:7, 6:2, 6:2.

Geht das Ergebnis in Ordnung?
Mario: Ich finde schon. Ich hätte auch schon den ersten Satz gewinnen können, als ich bei 5:4 eigenen Aufschlag hatte. Die Sätz zwei und drei waren dann relativ klar.
Christoph: Ja, er war im Finale besser und auch um einiges fitter. Mein Viertelfinale am Vortag bis um 1:45 in der Nacht, hat mir ein wenig zu lange gedauert.

Was waren die Big Points?
Mario: Ich glaube, entscheidend war, dass ich im zweiten gleich das Break zum 2:1 geschafft habe und so meinen Frust über den Verlust des ersten Satzes ablegen konnte.
Christoph: Der erste Satz war wirklich extrem knapp, bei 6:5 hab ich ein sehr starkes Game gespielt und ein Break geschafft. In den Sätzen zwei und drei war es dann eher glatt, ich konnte leider nicht mehr mithalten.

Wirst du im nächsten Match gegen Christoph/Mario etwas anders machen?
Mario: Ich muss gleich von Anfang an konzentriert spielen und darf nicht so viele Games herschenken. Zu Beginn hab ich's etwas zu locker genommen.
Christoph: Ich werde vor allem schauen, dass ich besser serviere. Ich habe zuwenig erste Aufschläge getroffen und für meine Verhältnisse viel zu oft mein Service abgegeben.

Hast du im Finale dein bestes Tennis gespielt?
Mario: Nein. Ich habe meine Aufschlagspiele zu leichtfertig abgegeben und im ersten Satz die Ballwechsel unnötig kurz gehalten und so viele Punkte verschenkt.
Christoph: Ganz klar nicht. Ich konnte in letzter Zeit nur sehr wenig Tennis spielen und bin in allen Belangen von meiner Bestform noch weit entfernt.

Hat dein Gegner im Finale deiner Meinung nach sein bestes Tennis gespielt?
Mario: Ich hab ihn zwar schon länger nicht gesehen, aber ich glaub er hat nicht so schlecht gespielt. Er hat vor allem gut serviert und mit viel Risiko sehr gut retourniert.
Christoph: Auch Mario habe ich schon besser spielen gesehen. Er hat vor allem im ersten Satz einige Fehler gemacht, die man normalerweise von ihm nicht sieht.

Was hat der Sieger richtig gemacht?
Mario: Ich bin im zweiten und dritten Satz ruhig geblieben, hab die Ballwechsel länger gehalten und keine Punkte mehr hergeschenkt.
Christoph: Er ist ein geduldiger Spieler, der gut passiert und retourniert. Somit hat er mich zu hohem Risiko gezwungen, was sich dann in vielen Fehlern ausgewirkt hat.

Mit welchen Erwartungen bist du eigentlich ins Turnier gegangen?
Mario: Ich hab eigentlich Peter Miklusicak als stärksten Konkurrenten angesehen und gedacht, dass Viertel und Semi die schwersten Matches werden. Im Endspiel gegen Christoph war ich dann Favorit.
Christoph: Meine Erwartungen waren nach meiner Verletzung im Dezember und der schlechten Leistung in Gmunden eher gering. Ich wollte einfach wieder Matchpraxis sammeln.

Interviews: Peter Brandhofer




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