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Daviscup-Prognose: 1:1 nach Tag eins
Wie stehen die Chancen von Alex Peya und Jürgen Melzer in ihren ersten Singles gegen Australien.

Bekanntlich kommt es im Daviscup am Freitag stets zum Aufeinandertreffen der Nummer eins des einen Landes mit der Nummer zwei der anderen Nation. Und umgekehrt. Wie stehen nun Österreichs Chancen in diesen Duellen.
Peya kann nur gewinnen
Alex Peya eröffnet gegen Lleyton Hewitt und hat dabei nichts zu verlieren. Es ist das Duell eines nullfachen ATP-Turniersiegers - von Challengern abgesehen - gegen einen 24-fachen Triumphator. Peya konnte bisher knapp über 350.000 US-Dollar an Preisgeldern einspielen, der Australier über 15 Millionen.
Hewitt der Rasenspezialist
Peya ist derzeit die Nummer 144 der Welt, seine beste Platzierung war der 114. Rang im September 2004, Hewitt war von November 2001 bis April 2003 ganze 75 Wochen in Folge die Nummer eins und liegt derzeit auf Position zwei. Dass sich Hewitt auf Rasen pudelwohl fühlt, hat er durch seine drei Siege in Queen's und seinen Wimbledon-Triumph 2002 bewiesen.
Alles Andere als ein Dreisatzsieg des Australiers wäre eine positive Überraschung. Auch deshalb, weil Hewitt heuer schon durch seinen Finaleinzug bei den Australian Open Topform bewiesen hat. Peya jedoch ist nach seinem Comeback noch nicht wieder richtig auf Touren gekommen und konnte 2005 bislang nur einen Einzelsieg erringen. Peyas Siegchance: 5 %
Melzer muss gewinnen
Unser Topspieler Jürgen Melzer ist im Anschluss zum Siegen verdammt. Sein Gegner Wayne Arthurs präsentierte sich in letzter Zeit aber wesentlich stärker als erwartet und holte in der Vorwoche in Scottsdale den ersten Turniersieg seiner 15-jährigen Profikarriere. Vor der Niederlage im direkten Duell vor gut zwei Wochen in Memphis war jedoch lange unklar, ob Melzer aufgrund seiner Knöchelverletzung überhaupt antreten kann.
Hält Arthurs dem Druck stand?
Voll fit ist der 23-jährige Österreicher der komplettere Spieler, was auch seine als Nummer 34 um 29 Ränge bessere Weltranglistenplatzierung unterstreicht. Ob Arthurs auch auf drei Gewinnsätze konstant so stark spielen und aufschlagen kann wie in Memphis, ist fraglich. Noch dazu, da durch die jüngsten Erfolge auch die Erwartungen auf den Oldboy in Down Under zugenommen haben.
Sollte das Match über mehr als drei Sätze gehen, steigen Melzers Chancen. Arthurs hat zwar insgesamt zehn seiner 17 best-of-five-Matches auf Rasen gewonnen, von den neun, die über mehr als drei Sätze gingen, jedoch nur vier. Und dass Melzer auf Rasen wirklich gut spielen kann, hat er bereits 1999 bei seinem Juniorensieg in Wimbledon bewiesen. Melzers Siegchance: 60 %
pb
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