"Jetzt hab ich den Rückhalt, den ich brauche"

Vieles hat sich verändert im Leben von Österreichs Hallenmeisterin Daniela Kix. Im tennisweb.at-Interview spricht sie über ihren Rauswurf aus der Südstadt, ihren neuen Coach, neue Trainingspartner und alte Ziele.

Daniela, letzte Woche hast du den Österreichischen Hallenmeistertitel souverän geholt – du hast im gesamten Turnier nur acht Games abgegeben. Warum lief es so gut?
Ich hab mir nicht gedacht, dass es so leicht für mich werden wird, schon gar nicht im Finale. Aber ich hab ganz gutes Tennis gespielt, und ich hab auch sehr hart dafür trainiert.

Du sprichst von "ganz gutem Tennis" – was könnte noch besser sein?
Vor allem beim Aufschlag und der Beinarbeit kann ich mich noch steigern.

Vor allem deine Beinarbeit wirkt aber stark verbessert. War das zuletzt ein Trainingsschwerpunkt?
Natürlich gehört das auch dazu. Ich spiele zwei Mal pro Tag Tennis und mach' auch mein Kraft- und Ausdauerprogramm. Aber mein gesamtes Spiel kann noch besser werden.

Und dabei soll dir dein neuer Coach Thomas Buchmayer helfen. Bist du zufrieden mit dem Training?
Ja, absolut. Wir trainieren auf der WTV-Anlage gemeinsam, alles passt perfekt. Sparring spiele ich mit den Burschen von Wolfgang Schranz und Roland Berger – also mit Richard Ruckelshausen, Markus Krenn, Georg Novak.

Wie gehen die Sparring-Matches so aus?
Eigentlich hab ich nicht viel Chance gegen die Burschen. Aber ein paar Elfer kann ich schon gewinnen.

Was ist für dich jetzt anders, als in deiner Südstadt-Zeit? Wohnst du wieder daheim?
Ich hab auch schon daheim gewohnt, als ich noch in der Südstadt trainiert habe. Vom Drumherum hat sich nicht viel verändert.

Geht dir die Südstadt ab?
Nein.

Vielleicht könntest du eine Sache aufklären. Man hört, dass du wegen eines nicht bestandenen Ausdauertests die Südstadt verlassen musstest. In deiner tennisweb.at-Jahresbilanz vom 21.12. hast du gemeint, du hast den Vertrag gekündigt, weil die Betreuung für dich nicht optimal war. Wie war das jetzt wirklich?
Ich musste einen Konditest ablegen, obwohl ich krank war und davor nicht trainieren konnte. Aber in der Südstadt waren die Bedingungen für mich sowieso nicht mehr optimal, wie ich schon letztes Jahr erklärt habe – Peter Eipeldauer hatte einfach zu wenig Zeit für mich.

Bei Thomas ist das anders ...
Ja. Buchi ist mein persönlicher Trainer, wir trainieren täglich miteinander. Er unterstützt mich auch bei der Turnierplanung, begleitet mich auf die Turniere. Diesen Rückhalt brauche ich.

Ein persönlicher Trainer ist ja nicht billig. Wie finanzierst du Thomas?
Dank ihm habe ich einen neuen Sponsor. Die Firma Salesianer Miettex ermöglicht uns die Zusammenarbeit zunächst für ein Jahr.

Warum ist die Niederösterreichische Versicherung als Sponsor abgesprungen?
Den Sponsor habe ich über Peter Eipeldauer bekommen. Nach dem Ende unserer Zusammenarbeit, wurde auch der Sponsorvertrag gelöst.

Sind mit dem neuen Sponsor auch weite Reisen möglich?
Thomas und ich fliegen Mitte März nach Mexiko. Ich werde dort drei 25.000-er spielen.

Mit welcher Zielsetzung?
Keine bestimmte. Wenn ich gut spiele, kann ich so ein Turnier auch gewinnen.

Bei deinem Jahresziel, den Top 200 bleibt's?
Ja, das will ich heuer unbedingt schaffen. Das und wieder FedCup für Österreich spielen.

Wie schätzt du deine Chancen auf einen FedCup-Einsatz ein, nachdem du ja jetzt nicht mehr beim ÖTV bist?
Wenn die Ergebnisse stimmen, spielt das keine Rolle.

Interview: Peter Robic




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