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Bänderriss! Melzer verpasst das Finale von San Jose
"Ich bin echt deprimiert ..." - das Aus gegen Saulnier war doppelt schmerzhaft. Für Jürgen Melzers Antreten in Memphis besteht "nur eine kleine Chance".

7:6 (3), 3:6, 3:6 gegen Cyril Saulnier - Jürgen Melzer wurde im Semifinale des 380.000 Dollar-Turniers von San Jose in Kalifornien nach Siegen über Malisse und Agassi doch noch gestoppt. Der Niederösterreicher verpasste im fünften Halbfinale seiner Karriere den zweiten Endspiel-Einzug nur knapp.
Duell der Aufschläger geht zum dritten Mal an Saulnier
Der 29-jährige Franzose Cyril Saulnier, diese Woche schon klarer Sieger über Jiri Novak und Vince Spadea, präsentierte sich von Beginn an als harter Brocken: Der erste Satz ging ohne Breaks bis ins Tiebreak, erst dort konnte sich Melzer klar absetzen. Auch im zweiten Satz ging's mit dem Aufschlag - bis Saulnier zum 3:2 das erste Break des Matches gelang, dem zum 6:3-Satzausgleich ein zweites folgte. Im dritten Satz schaffte Saulnier das vorentscheidende Break zum 4:2. Melzer wehrte bei 2:5 noch einen Matchball ab, bei Aufschlag Saulnier war er im nächsten Game allerdings chancenlos. Es war Melzers dritte Niederlage gegen Saulnier im dritten Duell - allerdings eine, die mit viel Pech zustande kam.
Pech für Melzer: "Hätte die Partie nicht verloren"
Entschieden wurde die Partie beim Stand von 7:6, 1:0 und 15:15 aus Melzers Sicht: "Da bin ich umgeknöchelt und hab mir laut ATP-Arzt eines der drei Bänder abgerissen." Melzer spielte mit einem Verband weiter, "ich konnte auch fast normal servieren, aber von hinten konnte ich mich kaum bewegen". Melzer gab nicht auf - vor allem in der Hoffnung, "dass der Saulnier vielleicht ein bissl nervös wird, wenn ich ein paar Mal meinen Aufschlag halten kann" - daraus wurde aber nichts.
Knapp an den Top 30, knapp an der Dollar-Million an Preisgeld
Mit einem Finaleinzug hätte Jürgen zwei Prestigemarken durchbrochen: die Top 30 der ATP und die Preisgeld-Dollarmillion. Sicher ist aber, dass er sich von seinem aktuellen 34. ATP-Rang so weit verbessern wird, dass er sein bisher bestes Ranking (33 am 10. Jänner) verbessern wird. Das alles zählt für Jürgen derzeit aber ebenso wenig wie der Sieg über Agassi: "Das ist wirklich schade, dass mir das passiert ist. Ich bin der Meinung, dass ich das Match gegen Saulnier nicht verloren hätte. Ich bin im Moment echt deprimiert."
Wenn Memphis, dann Arthurs
"Nach dem Spiel hab ich gleich mit der Therapie begonnen ... es besteht ja eine kleine Chance, dass ich bis Memphis wieder fit werde", so Melzer weiter. Wenn Jürgen tatsächlich rechtzeitig fit wird, kommt es zu einer Daviscup-Generalprobe: Ihm wurde als Erstrundengegner der Australier Wayne Arthurs zugelost, dem durchaus Chancen auf den zweiten Einzelplatz in seinem Team neben Lleyton Hewitt eingeräumt werden. Arthurs ist wie Melzer Linkshänder, mit bald 34 allerdings zehn Jahre älter als sein Gegner, gegen den er erstmals antritt. Arthurs hat in seiner Karriere bisher zehn Doppeltitel auf der Tour geholt, im Einzel hat er seine beste Zeit hinter sich - mit dem Aufschlag ist der Routinier aber nach wie vor sehr gefährlich.
sw
Die aktuellen Ergebnisse aus San Jose:
Herren
Herren-Doppel
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