Mit KIA nach Melbourne: "Ein unglaubliches Erlebnis"

Susanne Filip und Christoph Krenn reisten als Österreich-Champs zu den Australian Open.

Es war der wohl größte Preis, der je bei einer Hobbyturnier-Serie in Österreich ausgespielt wurde, den Susanne Filip und Christoph Krenn im Vorjahr gewannen: Sie holten den Österreich-Sieg beim KIA Amateur Australian Open 2004, einer Mixed-Turnierserie mit vier Qualifikationsturnieren und abschließendem Masters.

Melbourne – wir kommen
Der Hauptpreis war eine Reise nach Melbourne zu den Australian Open 2005 – die in diesem Jahr zum 100. Mal ausgetragen wurden. Dort sollte mit den KIA Amateur-Champs anderer Nationen der Gesamtsieg ausgespielt werden. Jedoch war die eine Hälfte unseres Paares gehandicapt, Christoph reiste mit einer gebrochenen Zehe an, er hatte zuvor über einen Monat pausieren müssen. "Ich hab natürlich trotzdem gespielt, auch wenn mir die Physiotherapeuten abgeraten haben", so der 21-Jährige.

Es ging auf traditionsreichen Boden
Gespielt wurde im Kooyong Lawn Tennis Club auf Rasen – hier wurden die Australian Open bis 1987 ausgetragen. Je ein Herren-Turnier, ein Damen-Turnier und eine Mixed-Konkurrenz. Bei 5:5 sollte der Tiebreak entscheiden, leider gegen unsere Vertreter. "Aus dem Stand hab ich meine erste Partie 5:6 verloren", so Christoph. Und auch Susanne erging es nicht besser: "Gegen eine Australierin in Runde eins auf Rasen ist keine optimale Auslosung". Sie unterlag ebenfalls 5:6 und auch im Mixed setzte es eine 5:6-Niederlage zum Auftakt. Letztlich wurde es der zehnte Gesamtrang unter 16 Teams.

"Das Finale war das Ziel"
"Wenn ich fit gewesen wäre, hätten wir zu den besten Teams gezählt", ist sich Christoph sicher, der dem Finale, das in der Rod Laver Arena ausgetragen wurde, etwas hinterher trauert: "Das war das Ziel."

Ein Leben wie Gott in Frankreich
Dennoch war es für das Duo eine unvergessliche Reise, die KIA großzügigerweise um vier Tage verlängerte. Susanne, Christoph und deren Begleitpersonen wohnten im Spielerhotel, "es gab sogar in der Badewanne einen Fernseher", und ließen es sich gut gehen, wie Christoph erzählt: "Das Essen war vom Feinsten, wir haben den Australian Open-Ball besucht, waren bei einer Weinverkostung und haben die Finalspiele hautnah erlebt."

Finalspiele aus Reihe vier
Susanne fand das Programm zwar "zu stressig – wir mussten um sechs aufstehen und standen um sieben am Court", war aber ebenso angetan wie ihr Mixed-Partner: "Ich hätte mir nicht gedacht, dass man so einfach einen solchen Preis gewinnen kann. Alles hat so perfekt funktioniert, und die Finalspiele haben wir aus der vierten Reihe gesehen. Eine unglaubliche Erfahrung."

"Macht alle mit"
Doch eine Titelverteidigung von Krenn/Filip ist wohl ausgeschlossen, da Christoph im nächsten Jahr in der Superliga für Deutsch-Wagram spielen wird, und laut Reglement dann gesperrt ist. Auch Susanne, die ab März die Ausbildung zur Diplom-Krankenschwester in Angriff nimmt, wird wohl weniger Zeit haben, vergönnt aber anderen den Sieg 2005: "Ich kann nur allen raten bei den KIA Amateur Australian Open mitzumachen. Es war ein einzigartiges Erlebnis!"

pr




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