Starker Koubek schlägt auch Dodig - Bammer draussen

Der Kärntner feiert mit dem Einzug in die dritte Runde von Melbourne einen Überraschungserfolg und fordert jetzt Topstar Fernando Verdasco. Bei den Damen hingegen musste sich Sybille Bammer verabschieden.

Nicht Jürgen Melzer, Daniel Köllerer oder Sybille Bammer sondern Stefan Koubek ist der letzte verbliebene Österreicher bei den Australian Open 2010. Der 33-Jährige, der sich über die Qualifikation in den Hauptbewerb gekämpft hatte, besiegte in Runde zwei den Kroaten Ivan Dodig überraschend klar mit 7:6 (4), 6:1 und 6:2 und steht damit erstmals seit 2008 (Melbourne) wieder unter den letzten 32 in einem Grand Slam-Bewerb.

Phönix aus der Asche
Ein Erfolg, den vor dem Turnier wohl die wenigsten der heimischen Nummer drei zugemutet hätten. Waren Stefans Ergebnisse Ende 2009 und auch mit der verpassten Quali in Doha zu Beginn des Jahres sehr bescheiden geblieben. Umso beeindruckender nun die Leistung gegen Ferrero-Bezwinger Dodig: Nach einem ausgeglichenem ersten Satz spielte der Routinier furios auf, breakte seinen Gegner in folgenden beiden Sätzen jeweils zweimal, ohne sein eigenes Service abzugeben. Insgesamt machte Koubek, der für Durchgang zwei und drei lediglich eine Stunde und 16 Minuten benötigte, mit 102 Punkten um 26 mehr als der Kroate. Für Stefan doppelter Grund zur Freude: Noch 2009 hatte er gegen Dodig in der Zagreb-Quali verloren.

Ältester Spieler
Koubeks nächster Gegner ist niemand geringerer als Fernando Verdasco, die Nummer neun der Welt und einer der Geheimfavoriten auf die Australian Open Trophäe. Der Spanier präsentiert sich zurzeit auch in einer blendenden Verfassung: Nach seinem Viersatz-Auftaktsieg gegen den Australier Carsten Ball, war er in Runde zwei viel weniger geduldig: In nur 109 Minuten fegte er den Ukrainer Ivan Sergeyev mit 6:1, 6:2 und 6:2 vom Platz. Mit Koubek trifft Verdasco übrigens auf den ältesten Spieler im Kreise der letzten 32.

Bammer out
Für Sybille Bammer blieb die Sensation hingegen aus. Die Ottensheimerin musste sich in Runde zwei gegen die auf sechs gesetzte Turnier-Mitfavoritin Venus Williams mit 2:6 und 5:7 verabschieden. Dabei wurde Bammer das Power-Spiel der älteren Williams-Schwester zum Verhängnis. Insgesamt schlug Williams 32 Winner, Bammer kam im Matchverlauf zu lediglich vier direkten Punkten. Für Sybille war es die zweite Niederlage im zweiten Duell mit der Amerikanerin.


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