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Jahresrückblick 2009: Martin Fischer, Andreas Haider-Maurer & Philipp Oswald
In Teil 3 des Jahresrückblicks 2009 analysieren wir die Saisonergebnisse von Martin Fischer, Andreas Haider-Maurer & Philipp Oswald.

Philipp Oswald
Der 23-jährige Vorarlberger machte im Kreise der Top-Österreicher im Jahr 2009 den größten Sprung nach vorne. „Ossi“, der Ende 2008 nur auf dem 434. Platz im ATP-Ranking zu finden war, spielte 2009 seine bislang beste Saison und verbesserte sich um über 200 Ränge. Im Moment ist Oswald die aktuelle Nummer 223 der Welt, kratzte aber vor einem knappen Monat mit Rang 206 am erstmaligen Einzug in die Top-200. In der abgelaufenen Saison gewann der Vorarlberger zwei Turniere. Er sicherte sich im Juni die Titel zweier 10.000-Dollar Futures in Italien und zog im März und im August in zwei weitere Endspiele auf dieser Leistungs-Ebene ein. In der zweiten Jahreshälfte stieg Oswald ausschließlich auf die Challenger-Tour um und feierte im August mit dem Semifinal-Einzug in Genf seinen größten Karriere-Erfolg. Nach einem kleinen Durchhänger im Oktober, als sich der Rechtshänder bei vier aufeinanderfolgenden Turnieren sich drei Mal in Runde eins verabschiedete, gelang ihm eine tolle Japan-Tournee. In Yokohama verlor „Pipo“ erst in der Runde der letzten vier, in Toyota war im Viertelfinale Endstation. Beim Jahresabschluss in Salzburg musste sich „Ossi“ zum Auftakt dem späteren Sieger Michael Berrer beugen.
Im Doppel ist der 190 cm große Österreicher im Ranking mit Platz 133 noch weiter vorne zu finden. Insgesamt holte Oswald 2009 vier Titel im Doppel, drei davon mit Landsmann Martin Fischer. Das ÖTV-Duo triumphierte bei den Challenger-Events von Kolding, Palermo und Todi. Anfang des Jahres triumphierte der Mann aus Feldkirch gemeinsam mit dem 17-jährigen Finnen Henri Laaksonen bei einem 10.000 Dollar Future in der Schweiz.
Martin Fischer
Ein paar Ränge vor Oswald beendete Martin Fischer die Saison 2009. Der Vorarlberger liegt im Moment in der Weltrangliste auf dem 190. Platz und verbesserte sich damit zur Vorsaison um 28 Ränge. Ingesamt konnte der Wolfurter im Jahr 2009 zwei Turniersiege verbuchen. Er entschied die Future-Events in Kroatien (Feburar) und Großbritannien (August) für sich. Auch „Fisch“ konzentrierte sich in der zweiten Jahreshälfte mehr auf die Challenger-Ebene und ließ erstmals im August mit dem Viertelfinal-Einzug in Istanbul aufhorchen. Nachdem sich Österreichs Nummer vier in Kolding weitere Viertelfinal-Punkte sicherte, musste er mit zwei Erstrunden-Niederlagen in Eckental (gegen Oswald) und Jersey (gegen Evans) einen Dämpfer hinnehmen. Bei den letzten Turnieren der Saison 2009 agierte Fischer dann in Hochform, gewann von Mitte bis Ende November sieben von neun Matches. In Yokohama stürmte der Vorarlberger bis ins Finale, wo er sich dem Lokalmatador Takao Suzuki knapp geschlagen geben musste. Eine Woche später in Toyota unterlag er in der Runde der letzten vier dem Weißrussen Uladzimir Ignatik, den er in Yokohama noch in Schach halten konnte.
Im Doppel-Ranking beendete Fischer das Jahr als 153. Neben den drei Challenger-Triumphen mit Landsmann Philipp Oswald, gelang auch ihm ein vierter Turniersieg. Gemeinsam mit dem Briten Chris Eaton gewann er bei dessen Heimat-Future den Doppel-Bewerb mit einem knappen Final-Sieg über die australisch-indische Paarung Kadir/Raja.
Andreas Haider-Maurer
Ganz knapp hinter Martin Fischer und vor Philipp Oswald reihte sich der dritte rot-weiß-rote Spieler der zweiten Garde ein. "AHM", Österreichs Nummer fünf, beendete die Saison unter den besten 200 Tennisspielern auf dem 196. Rang. Damit konnte sich Haider-Maurer im Vergleich zum Vorjahr um über 100 Plätze verbessern. Der Zwettler war in der vergangenen Saison bis zum September sowohl auf Challenger-, als auch auf Future-Ebene durchgehend unterwegs. Die letzten drei Monate des Jahres war "AHM" nur mehr in Challenger-Rastern zu entdecken, sowie beim Heimturnier in Wien im Hauptbewerb vertreten. 2009 sicherte sich der Niederösterreich die Titel bei den Future-Turnieren in Ivory Coast (Februar) und Frankreich (Juni.) Des Weiteren spielte Haider-Maurer auf Challenger-Ebene sein bislang stärkstes Jahr. Drei Mal erreichte er das Semifinale: Im März schrammte "AHM" in Sarajevo mit einer knappen Dreisatz-Niederlage gegen Ivan Dodig nur hauchdünn am Finaleinzug vorbei. Im Juni erreichte er in Constanta, im November in Cancun die Runde der letzten vier. Den bittersten Monat des Jahres erlebte Haider-Maurer wohl ihm August, als ihn eine Fersenverletzung für rund sechs Wochen außer Gefecht setzte. Im Oktober lief es dann ebenfalls nicht nach Wunsch: Durch die Erstrunden-Niederlagen in Taragona, Kolding, Orleans und Wien konnte er keinen einzigen Matchgewinn verbuchen.
Im Doppel gewann der Zwettler 2009 zwei Turniere. Gemeinsam mit seinem kanadischen Partner Pierre-Ludovic Duclos bliebt Haider-Maurer beim Future in Ivory Coast siegreich. Den zweiten Erfolg feierte er Anfang Juli an der Seite von Bastian Knittel beim 10.000 Dollar-Turnier in Frankreich.
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