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Salzburg: Köllerer hält rot-weiß-rote Fahne hoch
Österreichs Nummer zwei bezwingt Dustin Brown in einer engen Partie, Martin Fischer blieb gegen Jarkko Nieminen ohne Chance.

Daniel Köllerer hält bei den ATP Salzburg Indoors als einziger Österreicher das Viertelfinale erreicht. Der Oberösterreicher setzte sich gegen den Jamaikaner Dustin Brown in einer ebenso spannenden wie unterhaltsamen Partie mit 7:6 (3), 0:6, 6:4 durch. In der Runde der letzten Acht trifft die heimische Nummer zwei nun auf den Finnen Jarkko Nieminen, der den Vorarlberger Martin Fischer mit 6:1, 6:3 besiegte.
Untypischer Gegner
Die unkonventionelle Spielweise von Rastaman Brown gab Köllerer einiges aufzulösen. Nach gewonnem ersten Satz, gab er den zweiten nach einem frühen Break schnell verloren. "Da habe ich Kraft für den dritten Satz gespart, in dem ich noch einmal alles hineingelegt habe", meinte Köllerer, der in dieser Partie in manchen Szenen auch dem "Crazy Dani" freien Lauf ließ und sich mehrmals sowohl mit dem Schiedsrichter als auch dem Personal an den Linien anlegte.
Starke Nerven
Im Entscheidungssatz nahm Köllerer seinem Gegner den Aufschlag zum 4:3 ab. Beim Stand von 5:4 musste er bei eigenem Service noch einen Breakball abwehren. Nachdem diese Gefahr gebannt war, verwertete Köllerer nach 2:03 Stunden den ersten Matchball zum Sieg. "Das war heute keine überragende Leistung, aber ich bin froh, dass ich die Partie gewonnen habe. Ich muss ehrlich sagen, dass sich Brown unglaublich entwickelt hat und ein völlig verrücktes Tennis spielt. Er gibt dem Gegner überhaupt keinen Rhythmus, und der Aufschlag ist ein Wahnsinn", rang Köllerer die Leistung des Weltranglisten-146. Respekt ab.
Fischer-Bezwinger wartet
Am Freitag kommt es in der Salzburgarena nicht vor 18.00 Uhr im Viertelfinale gegen Jarkko Nieminen, der für Martin Fischer eine Nummer zu groß war: "Auf alles, was ich probiert habe, hat er eine passende Antwort gehabt. Er hat nahezu fehlerlos gespielt und war heute einfach der bessere Spieler", urteilte Fischer, dem sein Japan-Trip in den beiden vergangenen Wochen noch sichtlich in den Knochen steckte.
Israelis im Pech
Pech hatte der topgesetzte Israeli Dudi Sela, der wegen einer Erkrankung zum fälligen Achtelfinale gegen Yannick Mertens (BEL) ebenso wenig antreten konnte wie sein ebenfalls erkälteter Landsmann Harel Levy gegen Michael Berrer (GER).
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