US Open: Köllerer nimmt Del Potro einen Satz ab

Der Welser zeigte gegen den haushohen Favoriten eine starke Leistung, richtig gefährden konnte er die Nummer sechs des Turniers jedoch nicht.

Daniel Köllerers Erfolgslauf bei den US Open 2009 ist zu Ende, Der Welser unterlag in Runde drei Juan Martin Del Potro mit 1:6, 6:3, 3:6 und 3:6 und schied als letzter verbliebener Österreicher aus dem Single-Bewerb aus. Del Potro hatte eine Runde zuvor Österreichs Nummer eins, Jürgen Melzer in drei Sätzen eliminiert.

Erster Satzverlust für Del Potro
Del Potro begann sehr stark. Nach nur 25 Minuten holte sich der Argentinier mit drei Breaks im Rücken den ersten Satz, wobei er mit 27 gewonnen Punkten (Köllerer 12) bereits mehr als doppelt so viele wie sein Gegenüber verbucht hatte. Doch Köllerer schlug zurück: Nach einer Breakorgie zu Beginn des zweiten Satzes nahm er der Nummer sechs des Turniers das Service zum 4:3 und zum 6:3 ab und fügte dem Favoriten den ersten Satzverlust im Turnierverlauf zu.

Eine Nummer zu groß
Del Potro, der sich zwischendurch am Unterarm behandeln ließ, zeigte jedoch keine Nerven: Schnell lag er im dritten Durchgang mit 5:2 (zwei Breaks) vorne und holte sich diesen nach 113 Minuten mit 6:3. Die entgültige Entscheidung fiel im vierten Satz beim 0:2 aus Köllerers Sicht: Dani konnte drei Breakbälle in Folge nicht verwerten und musste das 0:3 hinnehmen.

Köllerer genießt die Show
Der Welser, der das Match sichtlich genoß und zwischendurch das Publikum mit positiven (und durchwegs amüsanten) Mätzchen auf seine Seite zog, gab aber nicht auf, hielt seine Servicegames bis zum 3:5, kam sogar bei Service Del Potro mit zwei sensationellen und vielumjubelten Punkten (darunter ein Hechtlob auf die Linie) auf 30:30 heran, ehe der Argentinier jedoch nach zwei Stunden und 37 Minuten ausservierte.

Aufstieg geht weiter
Trotz der Niederlage hat der für den Daviscup nicht nominierte Köllerer genug Grund zur Freude: Für ihn bedeutet der erstmalige Einzug in die dritte Runde eines Grand Slam-Events nicht nur DAS Highlight seiner bisherigen Karriere sondern auch den nächsten "Quantensprung" Ranking: Netto 74 ATP-Punkte kommen jetzt aufs Konto, von der 62. Position wird es deshalb rund weitere 10 Plätze nach oben gehen, unweigerlich Richtung Top 50.


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