Davis Cup: Köllerer nicht nominiert

Österreich wird ohne Daniel Köllerer und Oliver Marach zum Weltgruppen-Play-off gegen Chile vom 18. bis 20. September nach Rancagua reisen. Köllerer stand vor dem Sprung in das ÖTV-Team, leistete sich beim ATP-Turnier in Umag jedoch wieder Disziplinlosigkeiten.

Davis-Cup-Kapitän Gilbert Schaller hat bereits sechs Wochen vor dem Weltgruppen-Play-off sein Team für das Kräftemessen gegen Chile in der Rodeo-Arena von Rancagua nominiert. Der Steirer vertraut mit Jürgen Melzer, Stefan Koubek, Alexander Peya und Doppel-Spezialist Julian Knowle jener Mannschaft, die Anfang März dieses Jahres gegen Deutschland in Garmisch-Partenkirchen mit 2:3 verlor. Während Schaller den Niederösterreicher Andreas Haider-Maurer als Sparringpartner nach Südamerika eingeladen hat, werden Daniel Köllerer und Oliver Marach erneut im rot-weiß-roten Aufgebot fehlen.

Abmachung nicht eingehalten
Laut Schaller habe sich Köllerer aufgrund von Disziplinlosigkeiten beim ATP-Turnier in der vergangenen Woche in Umag selbst um seine Davis-Cup-Chance gebracht. "Es war alles auf Schiene. Melzer und Koubek hatten ihre Bereitschaft erklärt, in einem Team zu spielen, dem auch Köllerer angehört. Doch Daniel hat sich an interne Abmachungen nicht gehalten. Wir hatten vereinbart, dass er sich den Teammitgliedern gegenüber ohne Provokationen verhält.

"Noch nicht bereit für schwere Aufgabe"
Doch das hat er im Doppel von Umag, wo er in der ersten Runde mit dem Belgier Christophe Rochus gegen Knowle und Melzer gespielt hat, nicht eingehalten. Das hat mir gezeigt, dass er seine Nerven noch nicht im Griff hat und er für die schwere Aufgabe in Chile nicht bereit ist", erklärte Schaller. "Köllerer hat in Kroatien ein Verhalten an den Tag gelegt, für das sich nach dem Match sein Coach, sein Mentalbetreuer und sein Doppelpartner bei Jürgen und Julian entschuldigt haben“, führte der ÖTV-Kapitän weiter aus.

Marach bleibt ein Thema
Oliver Marach war aufgrund zuletzt starker Doppelleistungen ebenfalls ein Thema. Der ungewöhnlich späte Beginn des Doppels in Rancagua (19.00 Uhr Ortszeit) verhinderte jedoch die Einberufung des Steirers. "Er hat mir in einem Gespräch mitgeteilt, dass er mit der Sicht bei künstlichem Licht Probleme hat. Da das Doppel in Chile unter Flutlicht gespielt wird, wäre das Risiko zu groß gewesen, dass sich Oliver bei diesen Bedingungen nicht wohl fühlt. Er bleibt aber eine Überlegung für den Davis Cup", so Schaller.


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