Paris: Monfils begeistert Fans

Während Juan Martin del Potro über Jo-Wilfried Tsonga vier Sätze zum Sieg genötigte, gelang Monfils gegen Andy Roddick ein unerwartet glatter Triumph in 111 Minuten.

Gegen Andy Roddick, der noch nie zuvor in seiner Karriere bei Roland Garros das Achtelfinale erreicht hatte, spielte Gael Monfils unbekümmert, variantenreich und teilweise frech auf. Nicht weniger als 17 Asse, dazu sechs Breaks und immer wieder passgenaue Grundschläge sowie brillante Lobs und Stopps rissen die Zuschauer von den Sitzen und brachten Roddick in Rage. Der Amerikaner hatte zuvor vergeblich versucht, die Partie wegen Dunkelheit zu unterbrechen. Der Oberschiedsrichter ließ weiterspielen: Um 21:36 Uhr brachte gleich der erste Matchball die Entscheidung: Monfils riss jubelnd die Arme nach oben, als Roddick den Ball im Netz versenkte - und der Tag der französischen Fans war gerettet.

"Ein großartiger Augenblick"
"Das ist fantastisch, ein großartiger Augenblick", jubelte der 22-Jährige über den Coup in seiner Heimatstadt. Auf ihn wartet nun ein Duell mit Roger Federer, der Lokalmatador wittert auch seine Chance: "Mit diesen Fans auf meiner Seite rechne ich mir etwas aus!" Zuvor hatte Jo-Wilfried Tsonga in einem mit Spannung erwarteten Match gegen Juan Martin Del Potro nicht überzeugt. Der Franzose blieb bei windigen Verhältnisssen viel zu fehlerhaft und unterlag schließlich mit 1:6, 7:6 (7:5), 1:6 und 4:6.

Federer erneut mit Aufholjagd
In letzter Sekunde riss am Montag auch Titelaspirant Federer die Kastanien aus dem Feuer. Der Schweizer stand gegen den furios spielenden Tommy Haas bereits am Rande einer Niederlage, gewann aber letzlich doch noch mit 6:7 (4), 5:7, 6:4, 6:0 und 6:2. Detail am Rande: Federer hatte im ersten Satz alle seine Aufschlagspiele zu null gewonnen, das Tiebreak ging dann aber an den Deutschen.


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