Paris: Melzer rettet ÖTV-Ehre

Österreichs Nummer eins sorgte in Frankreich für den ersten heimischen Erfolg.

Nach den Niederlagen von Daniel Köllerer und Stefan Koubek überstand Jürgen Melzer als einziger Österreicher die erste Runde der French Open. Der Niederösterreicher, in Roland Garros auf Position 24 gesetzt, eliminierte am Montag Sergio Roitman aus Argentinien nach zwei Stunden und 17 Minuten mit 6:4, 7:6 und 6:0. In Runde zwei wartet auf Melzer nun der 18-jährige Franzose Guillaume Rufin. Für Daniel Köllerer und Stefan Koubek lief es in Frankreich hingegen nicht nach Wunsch. Österreichs Nummer zwei musste sich Nicolas Massu mit 3:6, 4:6, 6:1, 6:2, 3:6 geschlagen geben, Koubek unterlag Nikolay Davydenko mit 2:6, 1:6 und 4:6.

Tolle Aufholjagd bleibt unbelohnt
Köllerer stand gegen den Chilenen zunächst auf verlorenem Posten und lag nach einer Stunde und 41 Minuten mit 0:2 in Sätzen zurück. Der Welser fightete bei seiner Grand Slam-Hauptbewerbspremiere aber zurück und rettete sich in den Entscheidungssatz. Der erinnerte allerdings stark an die Kitz-Niederlage gegen Julien Benneteau, als Köllerer im entscheidenden dritten Durchgang mit 0:6 den Kürzeren zog. "Dani" startete auch diesmal schlecht in den Entscheidungssatz und lag schnell mit 1:4 zurück. Danach gab es keine Breaks mehr und Massu servierte beim Stand von 5:3 souverän aus.

Koubek ohne Chance
Stefan Koubek hingegen konnte Nikolay Davydenko nie wirklich gefährden. Nur im dritten Satz kämpfte sich Koubek nach einem 1:4-Rückstand zurück, musste sich aber letztlich nach nur 100 Minuten dem Russen geschlagen geben. Alles in allem war Davydenko in allen Belangen überlegen: Er schlug mehr Winner als Koubek (24 zu 19) und machte auch deutlich weniger unerzwungene Fehler (20 zu 37) als der Österreicher.

Unter Druck
Durch die Erstrunden-Niederlage konnte der Kärntner abermals bei einem Turnier, bei dem er dank seines Protected Ranking im Hauptbewerb stand, die Chance nicht nutzen. Das Ziel sich den Top-150 so weit es geht zu nähern steht noch. Bei den Rasen-Turnieren in Halle und in Wimbledon bleibt Koubek dank des PR die Qualifikation erspart. Speziell bei den All England Championships wird der Österreicher eine gute Auslosung benötigen um sein Ranking noch deutlich verbessern zu können.


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