1:1 nach Tag eins - Deutsche ziehen Kopf aus der Schlinge
Jürgen Melzer hatte die Vorentscheidung am Schläger, schüttete die Partie gegen Philipp Kohlschreiber aber unglücklich aus.

7:6, 6:4, 4:2 stand es nach knapp zweieinhalb Stunden für Jürgen Melzer gegen die Deutsche Nummer zwei Philipp Kohlschreiber. Danach ließ Melzer locker während Kohlschreiber nie aufgab, um jeden Punkt kämpfte und mit 6:7, 4:6, 6:4, 6:3, 6:3 triumphierte.
Melzer brilliert über zwei Stunden
Tolles Tennis zeigte die Österreichische Nummer eins in der Anfangsphase. Melzer begeisterte mit starken, variantenreichen Aufschlägen, Grundschlägen sowie energischen Netzangriffen. Nach der 4:2-Führung im dritten Durchgang verabsäumte es Melzer die Partie zuzumachen, während Kohlschreiber immer sicherer wurde und seine starke Rückhand immer wieder einzusetzen wusste.
Kohlschreiber breakte zum Matchgewinn
In den letzten beiden Durchgängen gab ganz klar der Deutsche den Ton an. Bei 5:3 im entscheidenden fünften Satz ersparte sich Kohlschreiber auch noch sein letztes Aufschlaggame und nützte bei Aufschlag Melzer seinen ersten Matchball.
“Kann meine Matches nicht zu machen“
Extrem geknickt trat Melzer nach dem Match vor das Mikrofon: „In letzter Zeit kann ich meine Matches einfach nicht zu machen. Ich spiele zwei Sätze gutes Tennis und kann die Partie nicht nach Hause spielen. Es hat an der Chancenauswertung gehapert – wer so wenige Breakbälle verwertet kann einfach nicht gewinnen. Ich bin im Moment sehr müde, aber bis morgen ist noch ein bisschen Zeit. Ein 1:1 ist zwar gut aber es wäre weit mehr möglich gewesen.“
Koubek sorgte für die Führung
In einem Match mit unzähligen Breaks und vielen aufs und abs entschied Stefan Koubek nach drei Stunden und 36 Minuten das erste Einzel für sich und Österreich. Gegen Rainer Schüttler zeigte Koubek beim 6:4, 7:5, 5:7, 6:2 eine mentale und konditionelle Topleistung und war vor allem bei den Big Points der viel bessere Spieler.
Schüttler nervös
Schüttler, der im Vorfeld mit Attacken gegen Captain Patrick Kühnen auf sich aufmerksam machte startete nervös und kassierte zu Beginn zwei Breaks. Die Nummer eins der Nachbarn erfing sich aber wieder und machte deutlich weniger Fehler. Die ersten beiden Durchgänge konnte trotz allem der Kärnter knapp für sich entscheiden. Bei den langen Ballwechsel hatte der Österreicher meist das bessere Ende und wirkte besonders bei knappen Ständen im Kopf frischer.
Explosiver Start im vierten Satz
Nachdem Koubek Satz Nummer drei mit 5:7 verloren hatte, begann er den vierten Durchgang druckvoll und Spielte Schüttler nach und nach an die Wand. Als bei 2:4 aus Sicht der Deutschen Schüttler das Medical Time-Out vom Oberschiedsrichter verwehrt wurde, nützte Stefan die mentale Schwäche des Weltranglisten-31. perfekt aus und nützte seinen ersten Matchball zum 6:2.
“Zum Richtigen Zeitpunkt einen Gang zugelegt“
„Ich bin begeistert! Es war ein richtig hartes Match in dem wir uns nichts geschenkt haben. Ich habe zum Richtigen Zeitpunkt einen Gang zugelegt und verdient gewonnen. Es ist ein super Gefühl nach dem Vorjahr zum Davis-Cup zurückzukehren. Unsere Fans sind ein Wahnsinn – trotz Unterzahl sind sie um einiges lauter als die Deutschen“, meinte Koubek nach dem Match.
“Haben gut kommuniziert“
Gilbert Schaller sprach nach dem Match über ein besseres Verhältnis mit Koubek als bei früheren Matches: „Wir haben beide gut an uns gearbeitet. Wir haben während des Matches gut kommuniziert und er hat während der ganzen Woche meine Tipps perfekt angenommen.“ „Nach dem vergangenen Seuchenjahr ist es eine super Rückkehr in den Davis-Cup, der füt Stefan hohen Stellenwert hat. Ich freue mich unheimlich für ihn. Er hat sich diesen Erfolg mit harter Arbeit verdient“, so Koubek-Coach Günther Bresnik.
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