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Melbourne: Nadal ringt Verdasco nieder
In einem über fünf Stunden langen Krimi setzt sich der topgesetzte Spanier knapp in fünf Sätzen gegen Landsmann Fernando Verdasco durch.

Rafael Nadal hat das Finale der Australian Open 2009 erreicht. In einem der wohl besten Spiele in der Geschichte der Australian Open setzte sich die Nummer eins des Turniers gegen Fernando Verdasco hauchdünn mit 6:7 (4), 6:4, 7:6 (2), 6:7 (1) und 6:4 durch. Mit 5 Stunden und 14 Minuten war dies zugleich das zweitlängste Match, das jemals bei den Australian Open gespielt wurde.
Verdasco ohne Respekt
Es war ein historisches Duell, das sich die beiden Spanier in der Rod Laver Arena lieferten. Das Kommando übernahm dabei sogleich Underdog Verdasco: mit druckvollen Grundschlägen spielte er die Nummer eins der Weltrangliste förmlich an die Wand, holte sich den ersten Durchgang mit 7:6. Nadal fightete zurück, ein Break reichte zum Satzausgleich. Die Defensivtaktik des Mallorquiners, der seinen ersten Rückhand-Winner erst nach 2 Stunden und 15 Minuten schlug, schien nach dem 7:6 im dritten Satz aufzugehen. Doch der Eindruck täuschte: Verdasco, der weiterhin mit seinem Offensivspektakel die Zuschauer von den Rängen riss, zwang den Favoriten ins Tiebreak des vierten Satzes . Als er sich diesen mit 7:1 holte, kannte der Jubel keine Grenzen mehr.
Entscheidungssatz nichts für schwache Nerven
Der letzte Satz war dann an Spannung nicht mehr zu überbieten: Bis zum 4:4 war es Nadal, der fünf Breakchancen ausgelassen hatte, um dann plötzlich bei eigenem Aufschlag 0:30 zurückzuliegen. Doch der 21-Jährige behielt die Nerven, stellte auf 5:4. Das gleiche Schicksal ereilte in Folge seinen 25-jährigen Landsmann, der aber dann einen Doppelfehler und somit drei Matchbälle für Nadal produzierte: Zwei Punkte holte Verdasco noch auf, dann unterlief ihm im wohl wichtigsten Moment seiner bisherigen Karriere wieder ein Doppelfehler, der das Match zugunsten der Nummer eins entschied.
Statistik ausgeglichen
Wie knapp die Partie war, beweist die Statistik. Vedasco gelangen 192 Punkte (nur einer weniger als Nadal), der 25-Jährige schlug mit 95 Winnern um 43 (!) mehr als die Nummer eins, allerdings wurde sein Risiko auch bestraft: 76 unforced errors fabrizierte er , Rafa lediglich 25.
Traumfinale gegen Federer perfekt
Im Finale vom Melbourne stehen sich also die Nummer eins und zwei des Turniers gegenüber. Erstmalig treffen Federer und Nadal in einem Grand Slam-Endspiel auf Hardcourt aufeinander. Das letzte Match zwischen den beiden Spielern war das Wimbledon-Finale, das in fünf Sätzen an Nadal ging.
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