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Murray Topfavorit für Australian Open
Für die britischen Buchmacher ist der Schotte der heißeste Kandidat auf den Sieg in Melbourne. Während der 21-Jährige selbst auf die Euphorie-Bremse drückt, spricht vieles tatsächlich für seinen ersten Grand Slam-Titel.

Wer in diesen Tagen in einem englischen Wettbüro den geringsten Gewinn für seinen Einsatz einheimsen möchte, der sollte auf Andy Murray als Australian Open-Sieger 2009 tippen. Wenn es nämlich nach den Buchmachern geht, wird der US Open Finalist 2008 heuer in Melbourne seinen ersten Grand Slam Titel einfahren. Die zuletzt gezeigten Leistungen des 21-Jährigen sprechen freilich für sich: Murray hat mit der Abu Dhabi-Exhibition und Doha heuer schon zwei Titel gewonnen, dabei zwei Mal Roger Federer und ein Mal Rafael Nadal besiegt, beide Kandidaten auf den Melbourne-Titel.
"Ein Jahr zum besten Tennis"
Der 1.90 Meter Mann aus Dunblane selbst gibt sich bescheiden: "Ich denke ich nähere mich langsam meinem besten Tennis, aber bis ich das erreiche, könnte noch ein Jahr vergehen", sagte Murray gegenüber der britischen Presse. Die derzeitige Verfassung der Nummer vier der Welt könnte aber durchaus für einen Melbourne-Triumph reichen. Denn mit Nadal, Federer und Djokovic vermochten die übrigen Favoriten 2009 bislang nicht zu überzeugen.
Nadal rechtzeitig fit?
Der wiedergenesene Nadal scheint körperlich wieder der alte zu sein, allerdings fehlt die Matchpraxis: In Doha kam im Viertelfinale das Aus gegen Monfils, zudem verlor der Spanier gegen Murray auch die letzten zwei Begegnungen.
Djokovic unter Druck
Auch Novak Djokovic startete mühevoll in dieses Jahr: In Brisbane gab es gleich eine Auftaktpleite gegen Ernests Gulbis. In Melbourne wird die aktuelle Nummer drei der Welt nun erstmals bei einem Grand Slam-Event als Titelverteidiger ins Rennen gehen. Wie er mit der Situation umgeht, bleibt abzuwarten. Und übrigens: Auch er hatte gegen den Schotten in den letzten zwei Begegnungen das Nachsehen.
Murray-Komplex bei Federer
Und ebenso wird sich Federer wünschen, Murray nicht in seine Rasterhälfte zugelost zu bekommen. Der Schweizer wurde nach seinem US Open-Triumph vom 21-Jährigen nicht weniger als fünf Mal in Folge gedemütigt und scheint derzeit der Nummer vier der Welt einfach nicht gewachsen. Murray, der 2008 in Melbourne in Runde eins an Jo-Wilfried Tsonga gescheitert war, entkräftigt indessen weiter seine Favoritenrolle: "Nachdem was letztes Jahr passiert ist, darf ich nicht abheben. Ich werde mich nur auf die nächste Runde konzentrieren, das wird hart genug."
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