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New York: Federer genügt ein Break, Buhrufe für "Nole"
Im Halbfinale kommt es zur Neuauflage des Vorjahresendspiels.

Roger Federer hat im Viertelfinale den Erfolgslauf von Gilles Muller gestoppt. Der Schweizer setzte sich gegen den Qualifikanten aus Luxemburg mit 7:6, 6:4, 7:6 durch und erreichte somit zum 18. Mal in Folge ein Grand Slam-Semifinale. Dort kommt es nun zu einer Neuauflage des Vorjahresendspiels gegen den Serben Novak Djokovic, der gegen den US-Amerikaner Andy Roddick mit 6:2, 6:3, 3:6, 7:6 die Oberhand behielt.
Muller hält mit
Federer tat sich gegen die Nummer 130 der Welt schwer und schaffte in Durchgang eins trotz fünf Satzbällen kein Break. Im Tiebreak gab der Weltranglisten-Zweite zunächst eine 3:0 Führung aus der Hand, ehe er seinen siebenten Satzball nutzte. Im zweiten Satz stellte Federer mit dem einzigen Break der Partie auf 5:4 und servierte in der Folge aus. In Durchgang drei rettete sich Muller ins Tiebreak, in dem er sich eine 4:1-Führung nehmen ließ und letztlich in der dritten Begegnung mit Federer die dritte Niederlage hinnehmen musste.
Djokovic dominiert
Djokovic hatte in seiner Partie zwei Sätze lang kaum Mühe mit Roddick, entschärfte dessen Aufschlag und dominierte auch von der Grundlinie. Danach kam der Lokalmatador besser ins Spiel, sicherte sich den dritten Durchgang und erspielte sich im vierten Satz eine 5:4, 30:0-Führung. Mit zwei Doppelfehlern verhalf er Djokovic allerdings zum Rebreak und verlor Durchgang Nummer vier noch im Tiebreak.
Buhrufe für "Nole"
Nach der Partie zog sich der Serbe beim Interview im Arthur Ashe Stadium den Unmut des New Yorker Publikums zu. "Andy hat behauptet, ich hätte bestimmt 16 Verletzungen oder mehr. Heute hat er gesehen, dass es offenbar nicht so ist. Das war nicht nett von ihm, das zu sagen.", so Djokovic. Roddick hatte Djokovic im Vorfeld der Partie unterstellt, seine unzählichen Verletzungen zu simulieren und sich mit den dadurch entstehenden Auszeiten im Match unsportlich zu verhalten.
Aussprache in der Kabine
"Ich habe das nur im Spaß gesagt. Und wer andere Leute parodiert und sich über sie lustig macht, der muss auch selbst mal etwas einstecken können. Es tut mir leid, wenn er die Sache ernst genommen hat", so Roddick nach der Partie. Nach einer Aussprache der beiden in der Kabine entschuldigte sich auch Djokovic. "Andy hat einen Witz gemacht und ich habe ihn missverstanden. Leider habe ich auf dem Platz dann blöd reagiert, das tut mir leid", so die Nummer drei der Welt.
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