Graz: Zwei Mal Melzer im Hauptbewerb
Gerald Melzer sorgte in der Qualifikation des 30.000 Euro-Bewerbes für die Überraschung aus österreichischer Sicht: Nach drei Siegen in Folge steht der jüngere Bruder von Jürgen Melzer erstmals in seiner Karriere in einem Challenger-Hauptfeld.

Melzer fertigte am Sonntag den als Nummer drei gesetzten Slowaken Alexander Somogyi (ATP-Rang 547) in 56 Minuten mit 6:0, 6:2 ab und meisterte damit die "Knochenmühle" der Qualifikation ohne Satzverlust. Damit kommt es beim s Tennis Masters zu einer Premiere: Erstmals schlagen die Melzer-Brüder Jürgen und Gerald im Einzel des selben ATP-Turniers auf. Zudem spielen die beiden auch noch gemeinsam im Doppel.
"Ich bin mit nicht allzu großen Erwartungen hierher gekommen, dafür ist die Freude jetzt umso größer", strahlte der 18-jährige Niederösterreicher, der trotz seiner Jugend schon einen langen Leidensweg hinter sich hat. Eine Knöcheloperation im Alter von 15 Jahren hatte eine Bakterieninfektion zur Folge, die vier weitere Eingriffe (drei an den Knien, einen weiteren im Knöchel) nach sich zog. "Ich habe zwei komplette Saisonen verloren und kann erst seit April des vergangenen Jahres wieder leistungsmäßig Tennis spielen", erzählte Melzer, der seit Oktober 2007 in der Südstadt trainiert.
Weitere ATP-Punkte aufs Konto
Für den Vorstoß in den Hauptbewerb des s Tennis Masters kassiert Gerald Melzer zwei ATP-Punkte. Damit wird er sich in der Weltrangliste, für die er bisher gerade einmal einen Zähler ergattert hat, von Position 1.611 auf einen Rang um 1.300 verbessern. Bei einem Sieg in der ersten Runde gegen den Spanier Gabriel Trujillo-Soler (ATP-345) winken fünf weitere Punkte und der Vorstoß unter die Top 1.000 im ATP-Ranking.
Raditschnigg verliert
Knapp in der Quali gescheitert ist hingegen Max Raditschnigg. Er unterlag im Quali-Finale dem Franzosen Julien Jeanpierre mit 6:2, 6:7 (6) und 2:6. Der Hauptbewerb beginnt am Montag um 11 Uhr. Neben Gerald Melzer sind am ersten Tag auch Nico Reissig, Andreas Haider-Maurer und Martin Fischer im Einsatz. Den Abschluss bildet die Doppelbegegnung Melzer/Melzer gegen Oswald/Fischer.
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