Kitzbühel: Melzer ohne Chance
Österreichs Nummer eins musste sich im Endspiel der Austrian Open 2008 Juan Martin Del Potro glatt in zwei Sätzen geschlagen geben.

Nichts wurde es für Jürgen Melzer aus dem erträumten ersten Turniersieg auf österreichischem Boden. Der Niederösterreicher hatte im Endspiel der letzten Auflage der Austrian Open gegen den Argentinier Juan Martin Del Potro keine Chance und verlor mit 2:6 und 1:6. Damit verpasste Melzer ebenso seinen zweiten Titel nach Bukarest im Jahr 2006.
Del Potro zu stark
Der Argentinier, der letzte Woche in Stuttgart triumphierte, zeigte von Beginn an, wer der Herr am Platz ist: Mit zwei Breaks zog er in Satz eins auf 4:1 davon und gab diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Im zweiten Durchgang wurd die Überlegenheit der Nummer 44 der Welt noch größer: Melzer musste gleich drei Mal sein Service abgeben und kam selbst nicht in die Nähe einer Breakchance. Nach nur 59 Minuten war das Finale entschieden.
Enttäuschung bei Österreichs Nummer eins
Melzer, der im zweiten Satz vor Wut seinen Schläger zerschmetterte, war dementsprechend enttäuscht: "Es war heute ein Match, wo ich nicht mitgespielt habe", übte Melzer Selbstkritik. "Der Beginn war gut, aber dann ging’s bergab. Del Potro war eine Klasse stärker, ich hatte kein Rezept gegen ihn. Ich bin mir während des Matches so vorgekommen, als ob ich zwei Meter vor einer Scheune gestanden und trotzdem nicht rein getroffen hätte."
Im Ranking nach oben
Trösten darf er sich allerdings mit den in Kitzbühel erspielten ATP-Punkten. Für sein erstes ATP-Finale 2008 gibts nun netto 160 Zähler aufs Konto. Damit wird Jürgen (ATP 66) um rund 15 Positionen nach oben klettern und könnte bald wieder zu den Top 50 der Welt zählen.
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